ArchivDeutsches Ärzteblatt31-32/2003Mit dem Pony ins Kaufhaus

VARIA: Post scriptum

Mit dem Pony ins Kaufhaus

Dtsch Arztebl 2003; 100(31-32): [68]

KT

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Blinde Patienten werden in Großbritannien schon bald eine Alternative zum Blindenhund haben. In Nottinghamshire eröffnete jetzt Großbritanniens erste Schule für Blindenponys. Die Ponys werden in den USA bereits seit Jahren sehr erfolgreich eingesetzt.
Die Blindenponys sind nur unwesentlich größer als Blindenhunde. „Ein Pony lebt dreimal länger als ein Hund“, erklärt Janine Martin von der Organisation „Guide Horses UK“. „Das bringt viele Vorteile für den Patienten. Zum einen braucht der Blinde nicht alle acht bis zehn Jahre nach einem Ersatz für seinen Blindenhund zu suchen. Zum anderen ist die Ausbildung eines Blindenhundes beziehungsweise Ponys sehr teuer. Je länger der Hund oder das Pony dienen kann, desto besser für alle.“ Laut Martin kostet es durchschnittlich umgerechnet 55 000 Euro, um einen Hund oder ein Pony blindentauglich zu machen. Britische Blindenverbände begrüßen den Trend.
In den USA werden Ponys bereits seit Jahren als Führer blinder Patienten eingesetzt. Die bekannteste Blindenponyschule befindet sich im US-Bundesstaat South Carolina. Dort bilden Janet und Don Burleson seit 1999 Ponys aus. Großbritanniens bekanntestes Kaufhaus Harrods will den Ponys Zutritt gewähren. „Selbstverständlich werden wir blinde Kunden, die anstatt von einem Hund von einem Pony geführt werden, in unser Kaufhaus lassen“, sagte ein Sprecher. KT
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