ArchivDeutsches Ärzteblatt31-32/2003Ärzte ohne Grenzen: Jahresbericht vorgestellt

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Ärzte ohne Grenzen: Jahresbericht vorgestellt

Dtsch Arztebl 2003; 100(31-32): A-2045 / B-1701 / C-1605

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Ein Junge füllt im Flüchtlingslager Karbulak Trinkwasser ab. Das Lager in Inguschetien liegt im Grenzgebiet zu Tschetschenien. Foto: dpa
Ein Junge füllt im Flüchtlingslager Karbulak Trinkwasser ab. Das Lager in Inguschetien liegt im Grenzgebiet zu Tschetschenien. Foto: dpa
Humanitäre Situation im Kaukasus dramatisch
Mit großer Sorge betrachtet die internationale Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen (MSF) die „dramatische humanitäre Lage im Kaukasus“. Dies erklärte der Vorstandsvorsitzende der deutschen Sektion von MSF, Stefan Krieger, auf einer Pressekonferenz in Berlin. Aufgrund der schlechten Sicherheitslage könnten Hilfsorganisationen nur eingeschränkt arbeiten. So ist die „dringend notwendige humanitäre Hilfe in Tschetschenien fast völlig zum Erliegen gekommen“, sagte die Geschäftsführerin von MSF, Ulrike von Pilar. Zehntausende tschetschenische Vertriebene werden in Inguschetien nach Angaben von MSF von den dortigen Behörden zunehmend unter Druck gesetzt, wieder in ihre Heimat zurückzukehren. Die humanitäre Hilfe werde gekürzt, und Gas und Wasser würden häufig abgestellt. Verrottete Zelte dürften nicht ersetzt werden, während „gleichzeitig in Tschetschenien weiterhin Gewalt und Zerstörung herrscht“, so von Pilar weiter.
Als erfreulich wertete der MSF-Vorstandsvorsitzende Krieger die Einnahmen der deutschen Sektion für das Jahr 2002. Rund 17 Millionen Euro konnten — überwiegend aus Spenden — als Einnahmen verbucht werden. Dieses Ergebnis sei positiv, weil sich die Spendenbereitschaft vor allem auf die „Elbe-Flutkatastrophe“ konzentrierte, betonte Krieger. Mit dem Geld wurden Projekte in 45 Ländern, mit Schwerpunkt in Afrika, finanziert.
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