ArchivDeutsches Ärzteblatt33/2003Patientenquittung: Kein Wort von pauschalisierten Leistungen

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Patientenquittung: Kein Wort von pauschalisierten Leistungen

Dtsch Arztebl 2003; 100(33): A-2150 / B-1791 / C-1695

Hamann, Holger

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LNSLNS Die Verfasser bringen es fertig, dem geschätzten Publikum eineinhalb Seiten lang die Vorzüge der Patientenquittung zu preisen, ohne eine Silbe zur Achillesferse des ganzen Unterfangens (und jeder anderen Rechnung oder Quittung in einem Sachleistungssystem) zu verlieren: dem Patienten wird Spielgeld präsentiert, das er 1) nicht wirklich bezahlen muss und 2) dessen genauer Betrag bei floatendem Punktwert drei Monate nach Quartalsende feststeht. Verschleiernd wird da von einer „geschätzten Honorarsumme“ gesprochen, kein Wort von pauschalisierten Leistungen, die einmal im Quartal für den ganzen Behandlungsfall anzusetzen sind: Was bitte soll sich der mündige Patient unter der Legende der Ziffer 1 „. . . “ vorstellen? Die Patienten haben die Sinnlosigkeit dieses Versuchs denn auch mit rapid schwindender Beteiligung „quittiert“. Geht man mal von den unterstellten vier Minuten pro Tagesquittung und 10 bis 15 Quittungen täglich aus, macht das täglich bis zu einer Stunde (wie Meye und Koch da auf 99 Minuten im Quartal kommen, bleibt ihr Geheimnis) Mehrarbeit aus, die die Gesundheit des Volkes nicht um das Geringste verbessert, der Praxis aber sensationelle 15 bis 20 Euro beschert – sind das Frau Schmidts Wirtschaftlichkeitsreserven? . . .
Dr. Holger Hamann,
Hauptstraße 20 a, 25879 Süderstapel
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