ArchivDeutsches Ärzteblatt34-35/2003Behindertenrat: Kritik an Reformplänen

AKTUELL

Behindertenrat: Kritik an Reformplänen

Dtsch Arztebl 2003; 100(34-35): A-2190

Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS Aktionsbündnis fordert strukturelle Neuerungen.

Der Deutsche Behindertenrat (DBR) warnt vor einer einseitigen Kostenverlagerung auf die Patienten durch die Gesundheitsreform. Die Patienten „haben bereits genug Vorleistungen erbracht“, sagte dessen Vorsitzender Dr. Stefan Heinik in Berlin. Als „unverzichtbare Voraussetzungen“ für eine Reform nannte er die Stärkung des Solidarprinzips in der Gesetzlichen Kran­ken­ver­siche­rung, einen einheitlichen Leistungskatalog und die paritätische Finanzierung der Krankenkassenbeiträge durch Arbeitnehmer und Arbeitgeber. Durch erhöhte Zuzahlungen und Eigenbeteiligungen werde die Beitragsparität immer mehr zulasten der Versicherten verschoben. „Zuzahlungen haben noch nie zur Kostendämpfung beigetragen, deshalb lehnen wir sie ab“, sagte Brigitte Pathe vom Sprecherrat des DBR. Vor allem chronisch Kranke und Behinderte würden dadurch belastet.
Der 1999 gegründete DBR ist ein Aktionsbündnis von 50 Behindertenverbänden. Nach eigenen Angaben vertritt er 2,4 Millionen chronisch kranke und behinderte Menschen.
Anzeige

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Fachgebiet

Zum Artikel

Anzeige

Alle Leserbriefe zum Thema