ArchivDeutsches Ärzteblatt34-35/2003STIKO: Impfempfehlungen aktualisiert

POLITIK: Medizinreport

STIKO: Impfempfehlungen aktualisiert

EB

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LNSLNS Die Ständige Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut (Berlin) hat ihre Impfempfehlungen aktualisiert. Änderungen oder Präzisierungen betreffen vor allem Indikationsimpfungen für spezielle Gruppen. Bei der Schutzimpfung gegen Keuchhusten sollte vor Geburt eines Kindes der Impfschutz bei den Geschwistern überprüft und gegebenenfalls aktualisiert werden. Zur Prophylaxe von Hepatitis B, Masern, Keuchhusten und Tollwut wurde der Personenkreis, für den eine Impfung speziell empfohlen wird, erweitert. Außerdem wurden die Ausführungen zu den Impfabständen zur postexpositionellen Tollwut-Schutzimpfung sowie der Immunisierung eines Neugeborenen gegen Hepatitis B präzisiert. Entfallen sind die Passagen zur postexpositionellen Anwendung spezifischer Immunglobuline gegen FSME und Röteln.
Der Impfkalender für Säuglinge umfasst Impfungen gegen Diphtherie, Pertussis, Tetanus, Haemophilus influenzae Typ b, Hepatitis B, Poliomyelitis sowie für Kinder zwischen elf und vierzehn Monaten die Erstimpfung und noch im zweiten Lebensjahr die zweite Impfung gegen Masern, Mumps und Röteln. Kinder im Vorschulalter sollten eine Auffrischungsimpfung gegen Diphtherie und Tetanus erhalten. Für Jugendliche werden Auffrischungsimpfungen gegen Diphtherie, Tetanus, Polio und Pertussis empfohlen.
Insbesondere ist spätestens für Jugendliche eine vollständige Immunisierung gegen Hepatitis B und die Zweitimpfung gegen Masern, Mumps, Röteln unverzichtbar. Für Erwachsene sind ebenfalls regelmäßige Auffrischungsimpfungen gegen Diphtherie und Tetanus empfohlen sowie für die über Sechzigjährigen generell die Pneumokokkenimpfung (alle sechs Jahre) und die jährliche Influenzaimpfung. EB

Die vollständigen STIKO-Empfehlungen können im Internet abgerufen werden unter: www.aerzteblatt.de/plus3403.

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