ArchivDeutsches Ärzteblatt34-35/2003GKV: Korrekte Darstellung

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GKV: Korrekte Darstellung

Dtsch Arztebl 2003; 100(34-35): A-2213 / B-1844 / C-1748

Schwerdtner, Wolf-Jürgen

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LNSLNS Herrn Jordan sei großer Dank gesagt für die vollkommen korrekte Darstellung dieser unserer steuerfinanzierten Volksfürsorge. Aus dieser Tatsache erklärt sich auch der Anspruch auf Zuständigkeit der Politik bzw. des Gesetzgebers, mit dem Sozialgesetzbuch einem Regulierungswahn nachkommen zu müssen. Dieses dann noch übertroffen in den Spielregeln für das ärztliche Handeln in den KVen. Wer nun nach den Ausführungen von Herrn Jordan meint, eine „Bürgerversicherung“ auf der Finanzierungsbasis aller Einkommensarten mit einer Steuererhöhung für alle Bürger einführen zu müssen, hat es allerdings immer noch nicht verstanden. Er verbessert kurzfristig die Zahl der Beitragszahler, doch erwachsen aus diesen „Beiträgen“ auch Ansprüche. Gerade eben diese Gesundheitssteuer und auch Rentensteuer sind das falsche Fundament für dieses von Konjunktur und Beschäftigung mit auch real sinkenden Löhnen so labil abhängig gewordene Sozialsystem. Die (noch) unzureichende, aber nun kapitalfundierte „Riesterrente“ war schon der richtige Ansatz. Jetzt wieder ein vollkommen steuerfinanziertes Gesundheitswesen und eine steuerfinanzierte Rentenversicherung mit Teilen der Mehrwertsteuer 1998 (1 %) und der Ökosteuer kann in diesem jetzigen System aber juristisch keinen Bestand haben, wenn nicht alle im gleichen Boot sitzen. Nun auch die Tabaksteuer für die GKV – Rauchen für die Gesundheit. Schon wieder verrechnet, die Damen und Herren Sozialexperten; so bleibt das marode System an die Wand gefahren, wir müssen wohl noch viele selbst ernannte Experten ertragen.
Dr. Wolf-Jürgen Schwerdtner,
Ostpreußendamm 139, 12207 Berlin
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