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Innere Medizin
„Harrison“ in Deutsch
Manfred Dietel, Joachim Dudenhausen, Norbert Suttorp (Hrsg.): Harrisons Innere Medizin. 15. Auflage, deutsche Ausgabe in Zusammenarbeit mit der Charité. ABW Wissenschaftsverlag, Berlin, 2003, 2 Bände, 3400 Seiten, gebunden, 199 €
Ein jeder kennt ihn seit dem Medizinstudium, den „Harrisons Innere Medizin“ – das Standardlehrbuch der Inneren Medizin, das in seiner ersten Ausgabe vor mehr als 50 Jahren von T. R. Harrison herausgegeben wurde. Nunmehr ist die aktuelle 15. Auflage des Harrison in deutscher Übersetzung erschienen. Zu Recht mag der ein oder andere fragen: Warum wird dieses Werk denn überhaupt ins Deutsche übersetzt? Ist es nicht überflüssig, eine deutsche Ausgabe mit mehr als 2 800 Seiten Text herauszugeben, wenn die meisten Ärzte doch sicher auch die englische Ausgabe nutzen könnten?
Das Besondere an der deutschen Ausgabe ist gerade, dass sie keine reine Übersetzung der Originalausgabe ins Deutsche ist, sondern eine an die deutschen Besonderheiten angepasste und zudem auch schon gegenüber der amerikanischen 15. Auflage aktualisierte Version.
Mit mehr als 400 Tabellen und einem eigenen Farbatlas mit zahlreichen Bildern aus den verschiedensten Bereichen stellt der deutsche „Harrison“ ein überaus aktuelles und verständliches Standardwerk der Inneren Medizin dar. Die Herausgeber haben alle Änderungen beziehungsweise Ergänzungen zur Originalausgabe kenntlich gemacht, sodass der aufmerksame Leser stets darauf hingewiesen wird, dass sich dieser Abschnitt von der Originalversion unterscheidet. Änderungen und Ergänzungen beschränken sich nicht nur auf den Text, sondern betreffen auch einzelne Tabellen, wie beispielsweise die Empfehlungen zur Therapie bestimmter Infektionen im Kapitel „Infektionskrankheiten“.
Was erwartet den Leser des aktuellen „Harrison“? Ein Lehrbuch der Inneren Medizin, das neben den klassischen Fächern der Inneren Medizin vermehrt auch ethische Fragestellungen und ökonomische Belange in der Klinik behandelt und gleichzeitig im überarbeiteten Kapitel „Genetik und Erkrankung“ auf aktuelle Erkenntnisse der Humangenetik, Chromosomenaberrationen, Gentherapie und auf die Beratung beziehungsweise Screening und Prävention genetischer Erkrankungen eingeht.
Mit dem „deutschen Harrison“ gibt es sicher keinen Grund mehr für die englische Version, es sei denn, man verzichtet auf ein Lehrbuch und greift auf die Online-Version zurück, die es nur in Englisch gibt.
Tim Greten
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