ArchivDeutsches Ärzteblatt34-35/2003Aspirin verhindert Kolonadenome

MEDIZIN: Referiert

Aspirin verhindert Kolonadenome

Dtsch Arztebl 2003; 100(34-35): A-2229 / B-1856 / C-1759

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LNSLNS In mehreren epidemiologischen Studien konnte gezeigt werden, dass Aspirin und nichtsteroidale Antirheumatika das Risiko für kolorektale Tumoren reduzieren. In randomisierten Studien konnte bewiesen werden, dass sich bei Patienten mit familiärer Adenomatosis coli mit der Behandlung von Sulindac und Celexocib Adenome zurückbilden können.
Die Autoren berichten über eine erste randomisierte Doppelblindstudie mit 1 121 Patienten, bei denen Kolonpolypen endoskopisch entfernt worden waren, und die in der Folgezeit Placebo, 81 mg Aspirin oder 325 mg Aspirin täglich erhielten.
Drei Jahre später wurde erneut eine Koloskopie durchgeführt. Während in der Placebogruppe 47 Prozent ein oder mehrere Adenome aufwiesen, lag dies bei der Gabe von 81 mg Aspirin bei 38 Prozent und bei der Gabe von 325 mg Aspirin bei 45 Prozent.
Die Autoren kommen zu dem Schluss, dass niedrig dosiertes Aspirin einen moderaten chemopräventiven Effekt auf die Entwicklung von Kolonadenomen aufweist. w

Baron JA, Cole BF, Sandler RS et al.: A randomized trial of aspirin to prevent colorectal adenomas. N Engl J Med 2003; 348: 891–899.

Dr. J. A. Baron, Biostatistics and Epidemiology, Evergreen Center, 46 Centerra Pkwy., Lebanon, NH 03766, USA, E-Mail: john.a.baron@dartmouth.edu

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