ArchivDeutsches Ärzteblatt34-35/2003Verstoß gegen Berufsordnung: Rechtswidriges Führen eines Doktortitels

VARIA: Rechtsreport

Verstoß gegen Berufsordnung: Rechtswidriges Führen eines Doktortitels

Dtsch Arztebl 2003; 100(34-35): A-2247

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LNSLNS Das Berufsgericht für die Heilberufe beim Oberlandesgericht (OLG) München hat einem Arzt eine Geldbuße von 2 000 Euro auferlegt, der unberechtigt einen Doktortitel führte. Der Beschuldigte arbeitet mit einem Kollegen in einer Praxis am Flughafen. Verschiedene Schilder, auf denen er mit Doktortitel bezeichnet wurde, wiesen auf die Praxis hin. Zur Führung des Titels war der Beschuldigte jedoch nicht berechtigt, da er das Promotionsverfahren nicht abgeschlossen hatte. Nach Beanstandung durch die Ärztekammer änderte er den Inhalt dieser Schilder.
Gleichwohl hat sich der Arzt einer Berufspflichtverletzung nach § 2 Abs. 2 der Berufsordnung (BO) schuldig gemacht. Zudem hat er gegen
§ 29 und den darin statuierten Grundsatz kollegialen Verhaltens verstoßen. Durch die unberechtigte Führung des Doktortitels verschaffte er sich einen Wettbewerbsvorsprung vor jenen Kolleginnen und Kollegen, die in korrekter Weise den akademischen Grad nicht führen, worin als drittes ein Verstoß gegen § 27 BO (berufswidrige Werbung) vorliegt. (OLG München, Urteil vom 12. Februar 2003; Az.: BG - Ä 10/02) Be
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