VARIA: Personalien

Gestorben

Dtsch Arztebl 2003; 100(34-35): A-2248 / B-1872 / C-1772

EB

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LNSLNS Dr. med. Walter Langer, Medizinalrat i. R., Mitbegründer der Unabhängigen Reichenbacher Bürgerinitiative, starb am 28. Mai im 77. Lebensjahr in Görlitz.
Der aus Pressburg stammende Arzt studierte Medizin in Wien, ehe er nach Sachsen kam, wo er sich zum Facharzt für Chirurgie weiterbildete und Leitender Arzt der Chirurgischen Abteilung des Krankenhauses Reichenbach in der Oberlausitz wurde. Nach Auflösung dieser Klinik war er lange Jahre als Kreisgutachter in Löbau tätig. Später war er kommunalpolitisch tätig. In der Stadt Reichenbach war er vier Jahre lang stellvertretender Bürgermeister.

Herbert Remmer Foto: privat
Herbert Remmer Foto: privat
Prof. Dr. med. Dr. h. c. Herbert Remmer, der Entdecker der Induktion des Arzneimittelmetabolismus, ehemaliger Direktor des Instituts für Toxikologie an der Universität Tübingen, starb am 23. Juni im Alter von 84 Jahren in Freiburg im Breisgau.
Herbert Remmer hatte sich 1950 am Institut für Pharmakologie der Freien Universität unter Wolfgang Heubner habilitiert. International bekannt wurde er durch seine Studien zur Induktion des Arzneimittelmetabolismus mit dem Nachweis des Anstiegs von Cytochrom P-450 in der Leber durch Schlafmittel, Antiepileptika und Antibiotika, wie Rifampicin. Diese Effekte haben den beschleunigten Abbau von Arzneimitteln zur Folge, was ihre Wirksamkeit verändert und zu unerwünschten Nebenwirkungen führen kann. Eine rationale antivirale Kombinationstherapie ist ohne Berücksichtigung dieser Erkenntnisse nicht denkbar.
Unter der Leitung von Remmer wurde das Institut für Toxikologie in Tübingen international attraktiv. Er konnte viele Wissenschaftler aus den USA als Gastprofessoren gewinnen. Durch seine Arbeiten wurden grundlegende biochemische Methoden in der Pharmakologie und Toxikologie in Deutschland etabliert. Daneben hat Herbert Remmer unermüdlich auf die Gefahren durch die Genussgifte Alkohol und Tabak hingewiesen und gegen vielfältige Widerstände auf deren Vermeidung hingearbeitet. Seine wissenschaftlichen Erfolge wurden durch die Verleihung der Ehrendoktorwürde der Universität Turku (Finnland), durch Ehrenmitgliedschaften in wissenschaftlichen Gesellschaften und durch zahlreiche Preise gewürdigt, wie zum Beispiel den begehrten Feldberg-Preis (1972) und die höchste Auszeichnung der deutschen Fachgesellschaft, die Oswald-Schmiedeberg-Plakette (1985). EB
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