VARIA: Preise

Verleihungen

Dtsch Arztebl 2003; 100(34-35): A-2249 / B-1873 / C-1773

Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS Preis – verliehen durch die Sektion Chirurgische Forschung e.V. der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie, Dotation: 1 000 Euro, an die Arbeitsgruppe um Dr. med. Wulf Sienel und Privatdozenten Dr. med. Bernward Passlick, Chirurgische Klinik und Poliklinik-Innenstadt, Klinikum der Universität München (Direktor: Prof. Dr. med. Wolf Mutschler). Die Wissenschaftler wurden ausgezeichnet für ihre Arbeit über die Expressionsprofile von melanom-assoziierten Antigenen bei operablen Bronchialkarzinomen hinsichtlich der Konsequenzen für den Nachweis disseminierter Tumorzellen im Blut. Eine Zusammenfassung der Forschungsergebnisse ist in „Langenbeck’s Archives of Surgery“ im Oktober 2002 veröffentlicht worden.
Guttmann-Preis – verliehen durch die Deutschsprachige Medizinische Gesellschaft für Paraplegie, Dotation: 5 000 Euro, an Dr. med. Anke Scheel-Sailer, Universität Witten/Herdecke, für ihre Arbeit aus dem Gebiet der qualitativen Forschung in der Medizin zum Thema „Integration körperlicher und seelischer Entwicklungen“.

Lilly Quality of Life Preis – an Privatdozentin Dr. Christine Kühner, Diplompsychologin in der Abteilung für Genetische Epidemiologie in der Psychiatrie am Zentralinstitut für Seelische Gesundheit, teilt sich den mit 10 000 Euro dotierten Preis mit Dr. Dipl.-Psych. Lutz Goldbeck, Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie/Psychotherapie, Universitätsklinikum Ulm, und Dr. Andreas Kühler, Neurologische Klinik, Technische Universität, München. Gewürdigt wird ihre Arbeit zum Thema „Lebensqualität bei depressiven Patienten“.
Mit dem jährlich ausgeschriebenen Preis unterstützt die Firma Lilly Deutschland GmbH die Lebensqualitätsforschung mit dem Ziel, den Aspekt Lebensqualität verstärkt in die Behandlung psychischer Erkrankungen einzubeziehen. Gefördert werden sowohl die Entwicklung neuer Messinstrumente zur Erfassung der gesundheitsbezogenen Lebensqualität als auch innovative Anwendungen von bereits vorhandenen Messinstrumenten.

Ehrenpreis – verliehen durch das Schmerztherapeutische Kolloquium e.V., Dotation: 3 000 Euro, an Prof. Dr. Manfred Zimmermann, Emeritus der Universität Heidelberg, in Würdigung seines Engagements in der Schmerztherapie in Deutschland. Mit hohem Einsatz, Fachkenntnis und Planung sowie seinem unermüdlichen Rat habe er „die schmerztherapeutische Forschung und Fortbildung in Deutschland wesentlich geprägt und gefördert“, heißt es in der Laudatio.

Jacqueline Seroussi Award for Cancer Research – verliehen durch die Jacqueline Seroussi Memorial Foundation for Cancer Research in Tel Aviv, Israel, Dotation: 150 000 Dollar, an Prof. Dr. med. Michael Weller, Leitender Oberarzt der Neurologischen Klinik der Universität Tübingen, für experimentelle und klinische Untersuchungen zu dem Thema: Novel molecular targets for the treatment of malignant gliomas. Wissenschaftliche Schwerpunkte der Tübinger Arbeitsgruppe sind die Todesrezeptor-vermittelte Apoptose und die Verstärkung p53-abhängiger Signaltransduktion bei malignen Hirntumorzellen.

Wilhelm-Feuerlein-Preis – verliehen von der Prof. Matthias Gottschaldt Stiftung bei ihrem diesjährigen Symposium „Hätte ich nur früher . . . . Suchtprävention in einer süchtigen Gesellschaft“ am 14. März in Berlin. Der von der Stiftungsvorsitzenden Dr. Edda Gottschaldt in Erinnerung an das Lebenswerk ihres 1998 verstorbenen Mannes überreichte Preis honoriert herausragende Arbeiten in der Forschung über substanzgebundene Abhängigkeit, insbesondere Alkohol- und Medikamentenabhängigkeit. Er ist mit insgesamt 10 000 Euro dotiert und ging im Bereich Grundlagenforschung an Dr. Reiner Hanewinkel und Dr. phil. Gudrun Wiborg, Institut für Therapie- und Gesundheitsforschung Kiel, für die Entwicklung der Nichtraucherkampagne für Jugendliche „Be Smart, Don’t Start“.
Im Bereich Anwendungsforschung wurde Dr. med. Falk Kiefer, Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Universtitätsklinik Hamburg-Eppendorf, für seine Medikamentenstudie zur Rückfallprophylaxe bei Alkolabhängigen durch die Gabe der Substanzen Acamprosat und Naltrexon ausgezeichnet.

Burghart Förderpreis Chemosensorik – verliehen während der Jahrestagung 2003 der Arbeitsgemeinschaft Olfaktologie/Gustologie der Deutschen Gesellschaft für HNO-Heilkunde, Kopf- und Halschirurgie e.V., an Dr. med. Basile Landis, HNO-Universitätsklinik Genf, in Würdigung seiner wissenschaftlichen Arbeit mit dem Titel „Nasale Polyposen riechen besser retronasal als orthonasal“.

Forschungsförderungspreis Zöliakie/Sprue – ausgeschrieben von der Deutschen Zöliakie-Gesellschaft e.V., Stuttgart, Dotation: 10 000 Euro, zur Unterstützung von Forschungsprojekten aus dem Gebiet der Zöliakie/Sprue mit Arbeitsschwerpunkt an deutschen Instituten oder Kliniken. Diesjährige Preisträger sind Prof. Dr. med. Andreas Stallmach, Universitätskliniken des Saarlandes, Abteilung Innere Medizin II, Homburg/Saar, zur Unterstützung von dessen Arbeit mit dem Titel „Pro- und kontrainflammatorische Zytokintranskripte in der Dünndarmmukosa von Patienten mit florider einheimischer Sprue/ Zöliakie und deren Veränderung nach Einleitung einer glutenfreien Diät“. Weitere Preisträgerin ist Prof. Dr. med. Annette Ziegler, Institut für Diabetesforschung, München, in Würdigung ihrer Arbeit mit dem Titel „Einfluss einer verzögerten Glutenexposition auf die Entwicklung von Zöliakie-assoziierter Autoimmunität bei Kindern mit erhöhtem Diabetes- beziehungsweise Zöliakie-Risiko“.
Der Preis ist erneut ausgeschrieben worden. Informationen bei der Deutschen Zöliakie-Gesellschaft, Stuttgart, Telefon: 07 11/45 45 14.

Ludwig-Demling-Forschungspreis – verliehen durch die Falk Foundation e.V. und durch die Deutsche Morbus Crohn/Colitis ulcerosa Vereinigung DCCV e.V., Dotation: 25 000 Euro, an Dr. med. Frank Klebl (33), Klinik und Poliklinik für Innere Medizin I des Klinikums Regensburg. Mit dem Preisgeld soll sein Forschungsprojekt zur Erfassung der Wirksamkeit und Verträglichkeit von Dehydroepiandrosteron (200 mg) bei Patienten mit einer mäßig aktiven Colitis ulcerosa gefördert werden.

Alois-Alzheimer-Award 2002 – verliehen während der 6. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Gerontopsychiatrie und -psychotherapie e.V., Dotation: 20 000 US-$, gestiftet durch Novartis Pharma GmbH, Nürnberg, an Prof. Dr. Bart de Strooper, Universität von Leuven, für seine wissenschaftlichen Arbeiten zur Zytologie, Pathogenese, Diagnostik und Therapie der Alzheimer-Erkrankung.

Forschungspreis 2002 – der Kind-Philipp-Stiftung für Leukämie-Forschung e.V., Dotation: 10 000 Euro, an Dr. med. Clemens A. Schmitt, Klinik für Hämatologie und Onkologie der Humboldt-Universität zu Berlin (Charité), in Würdigung seiner wissenschaftlichen Arbeiten zur Wirkung von Chemotherapeutika auf Leukämie- und Lymphom-Zellen. Am Mausmodell zeigte er, dass Chemotherapeutika in Tumorzellen die Zellteilung stoppen und damit deren weitere Vermehrung verhindern, heißt es in der Laudatio.

Forschungsstipendium – verliehen von der Deutschen Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin e.V., gestiftet durch die Fresenius-Stiftung, Dotation: 10 000 Euro, an Dr. med. Martin Anetseder, Oberarzt an der Klinik für Anästhesiologie der Universität Würzburg, in Würdigung seiner wissenschaftlichen Studie mit dem Titel „Minimalinvasiver Provokationstest mit Koffein und Halothan zur Diagnose einer Maligne-Hyperthermie-Disposition und mutationsspezifische Effekte“.

Richard-Jung-Preis – verliehen durch die Deutsche Gesellschaft für Klinische Neurophysiologie und Funktionelle Bildgebung e.V., an Priv.-Doz. Dr. Joseph Claßen und Priv.-Doz. Dr. med. Peter Urban in Würdigung ihrer wissenschaftlichen Leistungen auf dem Gebiet der klinischen Neurophysiologie.
Anzeige

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Fachgebiet

Zum Artikel

Anzeige

Alle Leserbriefe zum Thema