ArchivDeutsches Ärzteblatt45/1996Kanalfähren geben nach

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Kanalfähren geben nach

Burkart, Günter

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LNSLNS In dem erbitterten Preiswettkampf, der in den letzten beiden Jahren Englandbesuchern niedrige Tarife für die Über- oder Unterquerung des Ärmelkanals bescherte, müssen die Fährgesellschaften zurückstecken. Die beiden Reedereien P&O und Stena Line räumten jetzt eine "völlig unbefriedigende Ertragssituation" ein. Die Gründe lägen darin, daß der Kanaltunnel einen Marktanteil von 40 Prozent im Fracht- und Pkw-Verkehr (Omnibusse: 28 Prozent) erreicht habe und zu Beginn der Sommersaison seine Tarife um bis zu 60 Prozent gesenkt habe. Dies sei möglich gewesen, weil die Gläubigerbanken von "Le Shuttle" die Zinszahlungen aussetzten.
P&O und Stena Line wollen jedenfalls ihre Fähren auf den Routen Calais – Dover und Dieppe – Newhaven sowie die Frachtverbindung Zeebrügge – Dover künftig gemeinsam unter dem Namen "P&O Stena Line" betreiben. Durch die Fusion sollen mindestens 175 Mio. DM eingespart werden. Ab April nächsten Jahres sollen zwischen Calais und Dover sechs Schiffe mit einem "verbesserten Fahrplan" eingesetzt werden; man darf wohl annehmen, daß es ein ausgedünnter Fahrplan sein wird. Je ein Schiff von P&O und von Stena werden außer Dienst gestellt.
Andere Fährdienste von P&O in der Nordsee, im westlichen Kanal sowie zwischen Schottland und Nordirland bleiben von der Fusion unberührt. gb
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