ArchivDeutsches Ärzteblatt36/2003Börsebius zu Aktien: Die Spaßmacher

VARIA: Schlusspunkt

Börsebius zu Aktien: Die Spaßmacher

Dtsch Arztebl 2003; 100(36): [116]

Rombach, Reinhold

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LNSLNS Manche bekommen langsam durchaus Angst, sie könnten mal wieder alles falsch machen. Die Kurse ziemlich vieler Aktien sind in den letzten Monaten munter nach oben marschiert. Aus der Sicht derjenigen, die sie nicht hatten, weil sie sich nicht trauten, wird die Aufwärtsbewegung als bodenlose Frechheit empfunden, keiner habe sie rechtzeitig zum Kauf animiert. Also jetzt einsteigen, um den fahrenden Zug ins Glück doch noch mit Ach und Krach zu besteigen?
Vorsicht, solcher Wagemut kann gefährlich enden. Zum einen hat der DAX mittlerweile ein Niveau erreicht, auf dem Rückschläge im Bereich von mehreren Hundert Punkten drohen könnten. Zum anderen kommt es nach wie vor darauf an, auf die richtigen Werte zu setzen, um keine unangenehmen Überraschungen zu erleben. Die Börsenregel „Geht Butter, geht Käse“ hat sicher keine hohe Soliditätsdichte.
Zur Spezies der Werte, denen ich momentan keine großen Avancen zutraue, zähle ich vor allem Automobiltitel und Touristikwerte. Aus anderen Branchen würde ich besonders Infineon und SAP mit Vorsicht genießen, hier ist die Rückschlagsgefahr ziemlich hoch; das gilt im Übrigen auch für Aixtron und für Schwarz Pharma.
Was aber kaufen? Ob Sie es glauben oder nicht, die Deutsche Telekom steht bei mir ziemlich weit oben auf der Chancenliste. Nicht weil die schrille Werbefigur Ro-
bert T-Online endlich abgeschafft wird, die mir von
Anfang an ziemlich auf den Geist ging, gleichwohl markiert der veränderte Werbeauftritt die Rückkehr zu mehr Solidität.
In der Tat gesundet die Deutsche Telekom zusehends, was von der Börse mit einer bemerkenswerten Igno-
ranz nicht zur Kenntnis genommen wird. Die Ertragszahlen des zweiten Quartals waren unerwartet positiv und, sehr wichtig, die Verschuldung wird in einem vergleichsweise atemberaubenden Tempo zurückgeführt. Ein klarer Kauf also.
Neben der Deutschen Telekom favorisiere ich Lufthansa, Bayer sowie die Aktien des Energieriesen RWE. Auf Sicht von 24 Monaten sollten diese Werte doch ziemlich Spaß machen.
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