Supplement: Praxis Computer

SPAM: Bedrohung durch Werbe-Mails

Dtsch Arztebl 2003; 100(36): [1]

Krüger-Brand, Heike E.

Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS Weltweit wird inzwischen gegen die Flut unerwünschter Werbe-E-Mails (Spam) gekämpft. Experten schätzen, dass in diesem Jahr rund die Hälfte aller E-Mails Werbung für Finanzdienstleistungen, Gesundheitsvorsorge oder Erotikangebote enthalten werden und dass durch Spam für die Verbraucher ein Schaden von mehr als zehn Milliarden Euro entsteht (siehe Seite 10 ff.). Die EU-Kommission empfiehlt den EU-Ländern, Spam auf breiter Front zu bekämpfen: durch Informationskampagnen, auf rechtlichem Weg, durch internationale Kooperationen und technische Hindernisse. In den USA streben die Politiker mit dem „Opt-out“-Verfahren eine wirtschaftsfreundliche Lösung an: Danach können unaufgeforderte Werbe-Mails so lange zugesandt werden, bis der Empfänger diese abbestellt. Erst wenn der Versender diesen Einspruch nicht beachtet, kann er zivil- oder strafrechtlich verfolgt werden. Die Europäische Union befürwortet dagegen das verbraucherfreundliche Opt-in-Verfahren, wonach Werbung grundsätzlich nur mit vorheriger Erlaubnis des Empfängers verschickt werden darf. Eine entsprechende EU-Richtlinie soll im Herbst auch in deutsches Recht umgesetzt werden. Verbraucherschutzministerin Renate Künast plant darüber hinaus, Gewinne aus dem Spam-Versand einzuziehen und in die Staatskasse einzuzahlen. Wie sie das letztlich realisieren will, bleibt jedoch ihr Geheimnis. Denn Spam-Versender sind in der Regel darin geübt, sich dem juristischen Zugriff zu entziehen, indem sie beispielsweise gefälschte Adressen verwenden oder Server-Standorte im Ausland benutzen. Heike E. Krüger-Brand
Anzeige

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Fachgebiet

Zum Artikel

Anzeige

Alle Leserbriefe zum Thema