ArchivDeutsches Ärzteblatt37/2003Hans-Böckler-Stiftung: Gefahr von Altersarmut

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Hans-Böckler-Stiftung: Gefahr von Altersarmut

Dtsch Arztebl 2003; 100(37): A-2332 / B-1948 / C-1840

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Ein Drittel der Selbstständigen verfügte 1998 nur über 2 000 DM monatlich. Foto: BilderBox
Ein Drittel der Selbstständigen verfügte 1998 nur über 2 000 DM monatlich. Foto: BilderBox
Studie empfiehlt obligatorische Rentenversicherung für Selbstständige.
Bundesweit gibt es etwa 3,5 Millionen Selbstständige, von denen 1,9 Millionen 1999 nicht zur Altersvorsorge verpflichtet waren. Hinzu kommen mehrere Hunderttausend Personen, die eigentlich versicherungspflichtig sind, der Pflicht aber aus unterschiedlichen Gründen nicht nachkommen. Diese Zahlen stammen aus der Studie „Alterssicherung von Selbstständigen: Ausdehnung und Veränderung der Versicherungspflicht“, die Prof. Winfried Schmähl vom Zentrum für Sozialpolitik der Universität Bremen in Berlin vorstellte. Das Projekt wurde von der Hans-Böckler-Stiftung gefördert. 1998 verfügten danach 35,2 Prozent der Selbstständigen über ein Einkommen von nur 2 000 DM monatlich. Schmähl warnte deshalb vor den Gefahren der Altersarmut. Die Wissenschaftler plädieren dafür, Selbstständige in die gesetzliche Rentenversicherung einzubeziehen. „Um Armut im Alter zu vermeiden, sollte es für die Selbstständigen eine Pflicht zur Mindestabsicherung in der gesetzlichen Rentenversicherung geben, sofern sie nicht woanders schon abgesichert sind“, sagte Schmähl.
Die Wissenschaftler wiesen darauf hin, dass die Datenlage „extrem schlecht“ sei und eine Beobachtung über einen längeren Zeitraum von etwa 15 Jahren genauere Ergebnisse liefern könnte.
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