ArchivDeutsches Ärzteblatt37/2003Tirofiban bei Herzinfarkt: je früher, je besser

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Tirofiban bei Herzinfarkt: je früher, je besser

Dtsch Arztebl 2003; 100(37): A-2349 / B-1962 / C-1852

Zylka-Menhorn, Vera

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LNSLNS Bei Infarktpatienten, die bereits im Notarztwagen eine Begleittherapie mit dem Thrombozytenaggregationshemmer Tirofiban erhalten, beobachtet man häufiger offene Infarktarterien als bei Patienten, die den Glykoprotein-IIb/IIIa-Rezeptor-Antagonisten erst in der Klinik während der Koronarangioplastie erhalten. „Die frühzeitige Infusion von Tirofiban schafft bessere Voraussetzungen für die nachfolgende Reperfusionstherapie“, kommentiert Prof. Arnoud van’t Hof (Zwolle; Niederlande) die Ergebnisse der ON-TIME-Studie (ONgoing Tirofiban Infarction Evaluation), an der 507 Infarktpatienten teilnahmen. Die 251 Patienten, die Tirofiban bereits im Notarztwagen erhalten hatten, wiesen in den betroffenen Koronarien nicht nur bessere Durchflussraten, sondern auch weniger Thromben auf als die 256 Patienten, die den Wirkstoff erst im Katheterlabor verabreicht bekommen hatten. Tirofiban bindet kompetitiv an den Glykoprotein-IIb/IIIa-Rezeptor der Thrombozyten und hemmt somit die Bindung von Fibrinogen an die Blutplättchen-Thrombozyten und damit deren Quervernetzung (Thrombozytenaggregation). zyl
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