ArchivDeutsches Ärzteblatt37/2003Pränataldiagnostik: Zurückbesinnen

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Pränataldiagnostik: Zurückbesinnen

Dtsch Arztebl 2003; 100(37): A-2362 / B-1976 / C-1863

Gieselmann, Winfrid

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LNSLNS Seit der ersten Lockerung des § 218 erleben wir immer wieder die gleichen Abläufe: Lockerung der Vorschriften, dann Ausweitung der Lockerung in der Praxis, dann Lamento, dann erneute Lockerung durch den Gesetzgeber. Die Zielrichtung ist offensichtlich: schrittweise Lockerung des § 218, bis er eines Tages ganz aufgehoben wird. Dabei ist es für das Endergebnis unerheblich, wer dieses Ziel im Auge hat. Unsere demokratische Gesellschaftsordnung macht es fast unmöglich, dem Druck zur Aufweichung moralischer Normen Widerstand entgegenzusetzen. Und wir Ärzte machen mit. Wie in der Nazi-Zeit beugen wir uns den in uns gesetzten Erwartungen. Aus Überzeugung? Aufgrund unseres Helfersyndroms? Aus monetären Gründen? Können wir uns nicht von dem Denken frei machen, dass alles gut und richtig ist, was der Staat oder die Gesellschaft uns anbietet? Sollten wir uns nicht zurückbesinnen auf die Grundlagen unserer Kultur, die im Glauben an Gott, den Schöpfer, und dem Respekt vor seinem Willen beruhen? . . .
Dr. med. Winfrid Gieselmann, Finkenwiesenstraße 1, 75417 Mühlacker
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