ArchivDeutsches Ärzteblatt37/2003Praxisbuch Epilepsien. Diagnostik – Behandlung – Rehabilitation

BÜCHER

Praxisbuch Epilepsien. Diagnostik – Behandlung – Rehabilitation

Dtsch Arztebl 2003; 100(37): A-2364

Wolf, Peter

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Epilepsie: Interdisziplinäre Aufgabe
Peter Wolf u. a. (Hrsg.): Praxisbuch Epilepsien. Diagnostik – Behandlung – Rehabilitation. Verlag W. Kohlhammer, Stuttgart, XII, 394 Seiten, 69,50 €
Epileptische Anfälle und Syndrome stellen nach wie vor einen Großteil der Behandlungsfälle in neurologischen Praxen und Kliniken dar. Unterschiedliche Nomenklaturen erschweren die Vergleichbarkeit der beobachteten Phänomene. Bei immer kürzeren Verweildauern in der Klinik und kurzen Kontakten in der Praxis sind Handreichungen notwendig, die wesentliche Fakten erfassen lassen. Danach kann entschieden werden, ob eine Weiterleitung in Spezialkliniken notwendig ist oder eine Therapie direkt begonnen werden kann.
Das Buch zeigt bereits mit seiner Autorenauswahl, dass Epilepsie als interdisziplinäre Aufgabe zu betrachten ist. Die Einteilung der Anfälle wird praxisbezogen mit Hinweisen zur möglichen Lokalisations- und Provokationsdiagnostik vorgenommen. Einen breiten Raum nehmen Beschreibung des EEG und der präoperativen Epilepsiediagnostik ein. Der Therapiedschungel der Antikonvulsiva ist für den „Nichtepileptologen“ schwer durchschaubar. Der medikamentösen und nichtmedikamentösen Therapie ist ein Viertel des Buchumfangs gewidmet. Der gut strukturierte Überblick enthält zahlreiche Hinweise auf weiterführende Literatur.
Zunehmend wichtig ist die Integration der Epilepsien in den Alltag und das Berufsleben. Aufschlussreich sind in diesem Zusammenhang die Erfahrungen der Kliniken Bielefeld-Bethel mit ausführlichen Erläuterungen zu Familienplanung, Ausbildung und Beruf, Fahrtauglichkeit, Reisen und Sport. Auch dieser Teil ist sehr praxisbezogen, geht auf die unterschiedlichen Lebensaltersstufen ein und wählt einzelne Kasuistiken aus.
Das Buch ist allen zu empfehlen, die Epilepsien in ihrer psychosozialen Komplexität sehen, verstehen und behandeln wollen. Sylvia Kotterba
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