ArchivDeutsches Ärzteblatt37/2003Anzahl der Adenokarzinom in der Speiseröhre und der Kardia nimmt zu

MEDIZIN: Referiert

Anzahl der Adenokarzinom in der Speiseröhre und der Kardia nimmt zu

Dtsch Arztebl 2003; 100(37): A-2389 / B-1994 / C-1881

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LNSLNS In allen industrialisierten Ländern lässt sich seit 30 Jahren eine Abnahme des Adenokarzinoms des distalen Magens bei gleichzeitiger Zunahme des Adenokarzinoms von Speiseröhre und Kardia feststellen.
Die Autoren berichten über entsprechende Veränderungen in England und Wales, wobei das Krebsregister der Jahre 1971 bis 1998 ausgewertet wurde. Die Inzidenz des Adenokarzinoms der Speiseröhre nahm von 1,5 auf 7,0 pro 100 000 Männer und von 0,4 auf 1,5 pro 100 000 Frauen zu. Die entsprechenden Zahlen für das Kardiakarzinom weisen einen Anstieg von 2,0 auf 5,4 beziehungsweise 0,6 auf 1,4 auf. Hingegen kam es zu einer deutlichen Abnahme des distalen Magenkarzinoms von 21,3 auf 9,3 pro 100 000 Männer und von 10,7 auf 4,2 pro 100 000 Frauen. Die Ursache dieser veränderten Werte bleibt, so die Autoren, spekulativ. Die Ursache könnte sowohl in der Abnahme der Helicobacter-pylori-Durchseuchung als auch in der Zunahme der Refluxkrankheit der Speiseröhre begründet sein. w

Newnham A, Quinn M J, Babb P et al.: Trends in the subsite and morphology of oesophageal and gastric cancer in England and Wales 1971–1998. Aliment Pharmacol Ther 2003; 17: 665–676.

Dr. T. Newnham, Thames Cancer Registry, 1st Floor, Capital House, Weston Street, London SE1 3QD, Großbritannien. E-mail: angela.newnham@kcl.ac.uk

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