VARIA: Post scriptum

Humor als Medizin

Dtsch Arztebl 2003; 100(37): [68]

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Foto: BTM
Foto: BTM
Das hoffnungsvolle Prinzip der Bremer Stadtmusikanten
Es gibt noch ein Stück Leben vor dem Tod,
sagten die Bremer Stadtmusikanten in ihrer Not.

Lasst uns gemeinsam „walken“ und wandern gehen,
denn es gibt noch andere Welten anzusehen!

Dabei wollen wir unsere musischen Talente pflegen,
um Lebenskräfte, Gemüt und Seele wieder anzuregen!

Wenn wir doch angeblich nichts mehr zu verlieren haben,
warum aktivieren wir nicht körperliche und geistige Gaben?
Das stärkt zum einen unser geschwächtes Immunsystem,
und ist zweitens unserem Schicksal recht unbequem!

Und so machten sie sich vergnügt auf die Socken,
wanderten nach Bremen und fingen dort an zu rocken!

Unsterblich wie die Beatles wurden sie auf diese Weise
und ermuntern uns noch heute zu dieser vergnüglichen Reise!

Macht es doch wie Esel, Hund, Katze und der clevere Hahn:
Richtet euch nach der Krankheit und durchkreuzt ihren Plan!

Menschliche Wärme – auf ärztlicher Sparflamme
Die Medizin heute so manches einsparen muss,
weshalb der Arzt so manches aussparen muss!

Früher konnte man sich als Arzt die Mühe sparen,
sich um Sparsamkeit in der Behandlung zu bemühen.

Heute soll der Arzt sich um Sparsamkeit bemühen,
ohne dabei an Mühe in der Behandlung zu sparen!

Spart der Arzt an Kosten in der Not der Patienten,
liefert er zur Not den Juristen kostbare Klienten.

Doch die kranken Kassen wollen durch Sparen gesunden:
Wie aber kommen die Ärzte dabei über die Runden?

Denn spart der Kassenarzt nicht genug an Kosten,
kostet ihn das bei seinen Krankenkassen den Posten!

Entnommen aus: Jürgen Bennack/Gerhard Uhlenbruck: Humor als kölsche Philosophie. Psychosoziale und medizinische Einsichten, J. P. Bachem Verlag, Köln, 2003, 190 Seiten, 14,95 €
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