ArchivDeutsches Ärzteblatt PP9/2003Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie in der Bundesrepublik Deutschland

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Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie in der Bundesrepublik Deutschland

PP 2, Ausgabe September 2003, Seite 386

Warnke, Andreas; Lehmkuhl, Gerd

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LNSLNS Psychiatrie: Komprimierter Überblick
Andreas Warnke, Gerd Lehmkuhl (Redaktion): Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie in der Bundesrepublik Deutschland. Die Versorgung von psychisch kranken Kindern, Jugendlichen und ihrer Familien. 3. Auflage, Schattauer GmbH, Stuttgart, 2003, XIV, 210 Seiten, 19 Abbildungen, 8 Tabellen, kartoniert, 24,95 €
Der von den drei kinder- und jugendpsychiatrischen Fachverbänden herausgegebene Band liefert einen komprimierten Überblick über Entwicklung und aktuelle Tendenzen des Fachgebiets in den Bereichen Krankheitslehre, Diagnostik und Behandlung, ergänzt durch Streiflichter zu Prävention, Begutachtung, ethischen Fragen, Forschung und Weiterbildung. Dieser Teil ist knapp und übersichtlich gehalten und macht die Entwicklungsgeschichte des Fachs von seinen verschiedenen Herkunftsfächern hin zu immer klareren eigenen Strukturen und Standards deutlich.
Die Darstellung der fachspezifischen Versorgungsstrukturen und ihre Berührungspunkte mit vielfältigen Nachbargebieten und Institutionen verdeutlicht, dass sich die Kinder- und Jugendpsychiatrie, um wirksam sein zu können, als Teil eines kooperativen Netzwerks verstehen muss – verbunden mit der Notwendigkeit, darin ein eigenes Profil zu entwickeln.
Man gewinnt den Eindruck, dass unter derart anregend-fördernden Entwicklungsbedingungen dem Fach die Balance in dem entwicklungsgeschichtlich unvermeidlichen Konflikt zwischen Strukturbildung, Konsolidierung, Flexibilität und Offenheit noch immer gut gelingt.
Dies zeigt sich im zweiten Teil des Bandes, in dem Texte und Stellungnahmen der Verbände aufgeführt sind, die den Stand der Kunst dokumentieren und aktuelle Problembereiche aufgreifen. Themen wie „Flüchtlingskinder“, „Gewaltentwicklung und Prävention“, „Sind Patienten Kunden oder wohin treibt das Gesundheitswesen?“ weisen darauf hin, dass sich aktuelle gesellschaftlich relevante Themen frühzeitig in den Konflikten und Problemen der zu behandelnden Kinder zeigen. Gerd Bönner
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