ArchivDeutsches Ärzteblatt PP9/2003HIV-Infizierte: Bessere Perspektiven

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HIV-Infizierte: Bessere Perspektiven

PP 2, Ausgabe September 2003, Seite 388

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Im Kölner Arbeits- und Qualifizierungsprojekt Hivisimo, einem Café, können HIV-infizierte Frauen und Männer Arbeit finden und gleichzeitig ausgebildet werden. Foto: Aids-Hilfe Köln
Im Kölner Arbeits- und Qualifizierungsprojekt Hivisimo, einem Café, können HIV-infizierte Frauen und Männer Arbeit finden und gleichzeitig ausgebildet werden. Foto: Aids-Hilfe Köln
Deutsche Aids-Stiftung legt Jahresbilanz vor.
Mit Hilfen für Beschäftigung reagiert die Deutsche Aids-Stiftung auf neue Lebensperspektiven von HIV-Infizierten und Aidskranken. In den letzten drei Jahren bewilligte sie rund 350 000 Euro für Arbeitsprojekte und individuelle Beschäftigungshilfen. 1,8 Millionen Euro wurden 2002 für Einzelfallunterstützung und Hilfsprojekte im In- und Ausland zur Verfügung gestellt – 30 Prozent mehr als im Vorjahr. Diese Zahlen gab die Stiftung vor kurzem bei ihrer Jahrespressekonferenz in Bonn bekannt.
Die Erfolge der HIV-Therapien haben dazu geführt, dass sich mehr Betroffene wieder Arbeit zutrauen. Aber: „Ohne spezielle Trainings, Informationsangebote und psychosoziale Beratung sind die meisten nicht für den Arbeitsmarkt gerüstet“, betonte Dr. Ulrich Heide, geschäftsführender Vorstand. „Trotz veränderter Selbstwahrnehmung, Medikamenten und neuer Perspektiven sind Betroffene auf dem Arbeitsmarkt benachteiligt“, sagte der Vorstandsvorsitzende Dr. Christof Uleer. Wegen der starken Therapie-Nebenwirkungen seien sie häufig nur eingeschränkt leistungsfähig und benötigten daher Angebote, die auf ihre Lebenssituation Rücksicht nehmen.
Nach den Zahlen des Aids-Zentrums im Berliner Robert Koch-Institut leben bundesweit 39 000 HIV-Infizierte, darunter 5 000 mit Aids (Stand: Ende 2002).
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