ArchivDeutsches Ärzteblatt PP9/2003Kassenärzte: Entscheidung über den EBM vertagt

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Kassenärzte: Entscheidung über den EBM vertagt

PP 2, Ausgabe September 2003, Seite 389

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LNSLNS Erweiterter Bewertungsausschuss sieht noch Klärungsbedarf.
Der Erweiterte Bewertungsausschuss, das Schiedsamt für die ambulante Versorgung auf Bundesebene, hat die Neufassung des Einheitlichen Bewertungsmaßstabes (EBM) noch nicht beschlossen. Das Gremium hatte unter der Leitung des unparteiischen Vorsitzenden Prof. Wolfgang Gitter am 30. Juli getagt, nach-dem sich die Spitzenverbände der Krankenkassen und die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) zuvor nicht über die neue Gebührenordnung hatten einigen können. Das Schiedsamt fasste zwar Beschlüsse zur Berücksichtigung von Kosten bei der Bewertung des technischen Leistungsanteils, weiterhin offen sind aber die zentralen Streitfragen zwischen den Krankenkassen und der KBV.
Insbesondere sind sich die Vertragspartner uneins in der Frage, wie die Arztminute bewertet werden soll. Der Erweiterte Bewertungsausschuss legte die Bruttoarbeitszeit des Arztes auf 51 Stunden in der Woche fest. Nun sollen die Vertragspartner Simulationsberechnungen vorlegen, die auf der Bewertung der ärztlichen Arbeitsminute von 66, 76 und 87 Cent basieren.
Weiter steht ein Beschluss zur Mengensteuerung aus. Krankenkassen und Ärzte sollen zur nächsten Sitzung des Erweiterten Bewertungsausschusses am 10. Dezember ein gemeinsames Konzept vorlegen. Während die Kassen eine bundesweite Mengensteuerung über den EBM bevorzugen, will die KBV regionale Regelungen ermöglichen.
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