ArchivDeutsches Ärzteblatt PP9/2003Das Klinikum Nord Heidberg-Ochsenzoll/ Abteilung VI für Psychiatrie und Psychotherapie/Forensische Psychiatrie in Hamburg

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Das Klinikum Nord Heidberg-Ochsenzoll/ Abteilung VI für Psychiatrie und Psychotherapie/Forensische Psychiatrie in Hamburg

PP 2, Ausgabe September 2003, Seite 407

Merten, Martina

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LNSLNS Die Versorgung psychisch kranker Straftäter übernimmt in Hamburg die Abteilung VI für Psychiatrie und Psychoterapie/Forensische Psychiatrie am Klinikum Nord Heidberg-Ochsenzoll, eine von 27 weiteren Fachabteilungen. Die Zahl der Inhaftierten beträgt zurzeit circa 180, davon 34 Personen nach § 64 StGB/137 StVollzG (Unterbringung in einer Entziehungsanstalt) und 136 nach § 63 StGB/136 StVollzG (Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus). Sie ist allein in den Jahren 1999 bis 2002 um 82 Prozent angestiegen. Als Gründe für die wachsenden Patientenzahlen nennt Dr. Guntram Knecht, Chefarzt der Abteilung VI für Psychiatrie und Psychotherapie/Forensische Psychiatrie, vor allem erschwerte Entlassungsbedingungen durch eine Gesetzesänderung im Jahr 1998, die geänderte Spruchpraxis der Gerichte sowie schwerere Störungen bei psychisch kranken Straftätern. Abteilung VI ist in zehn Stationen unterteilt, wovon Station 5 (Prärehabilitationsstation, Akutaufnahmestation für Frauen) die einzige geschmischt geschlechtliche Station ist. In der gesamten Abteilung VI sind neun Ärzte, zwei Oberärzte und ein Chefarzt beschäftigt. Darüber hinaus arbeiten sechs Psychologen, fünf Sozialarbeiter, zwei Lehrerinnen, eine Kunsttherapeutin sowie eine Ergotherapeutin dort. Etwa 200 Personen arbeiten in der Pflege. Über die Anzahl derjenigen Ärzte, die insgesamt in Deutschland im Maßregelvollzug beschäftigt sind, gibt es bisher keine genauen Angaben. Knecht geht von etwa 400 Ärzten aus. Zurzeit sind an die 6 000 Patienten im MRV in Deutschland inhaftiert. MM
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