ArchivDeutsches Ärzteblatt PP9/2003Mitteilungen: Änderung der Richtlinien des Bundes­aus­schusses der Ärzte und Krankenkassen zur Empfängnisregelung und zum Schwangerschaftsabbruch

BEKANNTGABEN DER HERAUSGEBER: Kassenärztliche Bundesvereinigung

Mitteilungen: Änderung der Richtlinien des Bundes­aus­schusses der Ärzte und Krankenkassen zur Empfängnisregelung und zum Schwangerschaftsabbruch

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LNSLNS Der medikamentöse Schwangerschaftsabbruch ist Bestandteil des Leistungskatalogs der GKV. In den Richtlinien zur Empfängnisregelung und zum Schwangerschaftsabbruch ist jedoch bisher lediglich der operative Abbruch abgebildet.
Der Arbeitsausschuss „Familienplanung“ des Bundes­aus­schusses der Ärzte und Krankenkassen hat eine Änderung des Abschnitts D. 3.3 der Richtlinien im Sinne einer Aufnahme des medikamentösen Schwangerschaftsabbruchs vorgelegt, die durch den Bundes­aus­schuss in Kraft gesetzt wurde.
Neben der Einfügung der entsprechenden Abschnitte zum medikamentösen Verfahren wurde eine Änderung der Formulierung unter 3.3. b), zweiter Spiegelstrich „die zur Narkose empfohlene Erhebung folgender Laborparameter:“ vorgenommen. Die alte Formulierung entspricht nicht mehr dem aktuellen medizinischen Kenntnisstand. Die routinemäßige Durchführung von Laboruntersuchungen bei asymptomatischen Patienten mit unauffälliger Anamnese bei Operationen ohne zu erwartenden hohen Blutverlust wird heute von der Mehrzahl der Autoren für nicht indiziert gehalten.

Zusätzlich wurde im Abschnitt 3.3 a) unter der Überschrift „Leistungspflicht der Gesetzlichen Kran­ken­ver­siche­rung (§ 24 b Abs. 3 SGB V)“ der neunte Spiegelstrich geändert:
– perioperativ und/oder intraoperativ zusätzlich erforderliche Maßnahmen zur Vermeidung von Komplikationen.

Mit dieser Formulierung sollen die im Rahmen des Schwangerschaftsabbruchs beim operativen Abbruch im Einzelfall notwendigen Maßnahmen zur Vermeidung von Komplikationen bei der Frau eindeutig der Leistungspflicht der Krankenkassen zugeordnet werden.
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