ArchivDeutsches Ärzteblatt46/1996Arzneimittel: Straßenbahnfahrern geht es besser

SPEKTRUM: Leserbriefe

Arzneimittel: Straßenbahnfahrern geht es besser

Dtsch Arztebl 1996; 93(46): A-2978 / B-2522 / C-2244

Schweizer, Werner

Zu dem Beitrag "Rationierte Arzneimittelversorgung?" von Dr. med. Peter Schwoerer in Heft 43/1996
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LNSLNS Für alle, die jetzt meinen, man könne nun ja sehen, daß eine geringere Verordnung von Medikamenten möglich sei: Machen Sie sich nichts vor!
Die jetzige Verordnungspraxis hat nichts mehr zu tun mit angewandter Medizin nach dem Stand des medizinisch Sinnvollen. Was jetzt noch auf Kassenrezept verordnet wird, erfüllt streng die Arbeitskriterien eines Vertragsarztes. Das verordnete Rezept ist notwendig, um nicht wegen unterlassener Hilfeleistung straffällig zu werden. Es ist ausreichend, um kranke Patienten am Leben zu halten bis Januar 1997. Und es ist wirtschaftlich; unsere Wirtschaft gibt halt zur Zeit nicht mehr her bei hoher Arbeitslosigkeit und ungünstigen Rahmenbedingungen.
Da wird mit Mustern von Arzneimitteln weitergeholfen, wo es geht, und notwendige, wenngleich teure Behandlung ins nächste Jahr verschoben (zum Beispiel Eradikationsbehandlung von H. P., Hyposensibilisierungsbehandlung bei Pollinose, therapieresistente Onychomykosen und deren Behandlung).
Jedem Straßenbahnfahrer geht es da besser: Er darf per Verordnung nicht bei der Ausübung seiner Tätigkeit gestört werden.
Dr. med. Werner Schweizer, Bahnhofsplatz 1, 85598 Baldham
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