ArchivDeutsches Ärzteblatt46/1996Arzneimittel: Als Drohung bestenfalls lächerlich

SPEKTRUM: Leserbriefe

Arzneimittel: Als Drohung bestenfalls lächerlich

Dtsch Arztebl 1996; 93(46): A-2978 / B-2522 / C-2244

Weipkema, Walter

Zu dem Beitrag "Rationierte Arzneimittelversorgung?" von Dr. med. Peter Schwoerer in Heft 43/1996
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LNSLNS . . . Nun "droht" Herr Dr. Schwoerer damit, nur noch bei zwingender medizinischer Indikation zu verordnen, nur die preisgünstigen Generika auszuwählen, innovative Arzneimittel nur in Ausnahmefällen zu verordnen und keine umstrittenen Arzneimittel auf Kassenrezept zu verschreiben.
Das ist als Drohung bestenfalls lächerlich.
Aber alle mir bekannten Vertragsärzte verordnen seit spätestens 1993 ohnehin genau so, wie Herr Dr. Schwoerer das nun "androht". Und vorher auch nicht wesentlich anders, denn das Wirtschaftlichkeitsgebot gab es schon länger, und es wurde meistens so gut befolgt, wie das unter Wahrung der Bedürfnisse der Patienten nur irgend möglich war.
Indem Herr Dr. Schwoerer jetzt damit "droht", gibt er (zumindest teilweise wahrheitswidrig) öffentlich bekannt, daß bisher nicht sparsam verordnet worden sei. Und damit schafft er die schönste Rechtfertigung für die nächste Maßnahme zur Zerstörung des Gesundheitswesens . . .
Dipl.-Ing. Dr. med. Walter Weipkema, Obereiderstraße 28, 24768 Rendsburg
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