ArchivDeutsches Ärzteblatt38/2003Menschliche Präparate: Kultusminister billigen Empfehlung

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Menschliche Präparate: Kultusminister billigen Empfehlung

Dtsch Arztebl 2003; 100(38): A-2405 / B-2009 / C-1893

Korzilius, Heike

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Umgang mit Präparaten muss ethisch einwandfrei sein. Foto: ddp
Umgang mit Präparaten muss ethisch einwandfrei sein.
Foto: ddp
Kein Bedarf für gesetzliche Neuregelung
Die Konferenz der Kultusminister der Länder hat die „Empfehlungen zum Umgang mit Präparaten aus menschlichem Gewebe in Sammlungen, Museen und öffentlichen Räumen“ als hilfreich und positiv beurteilt. Der Arbeitskreis „Menschliche Präparate in Sammlungen“ der Bundes­ärzte­kammer hatte diese in Heft 28–29/2003 des Deutschen Ärzteblattes veröffentlicht, um rechtliche und ethische Probleme auf diese Weise zu klären. Für eine gesetzliche Regelung sehen die Kultusminister aufgrund der verhältnismäßig kleinen Zahl von Problemfällen keinen Bedarf.
Sie weisen allerdings darauf hin, dass die in den Empfehlungen geforderte Aufklärung der Herkunftsgeschichte der Präparate unter Umständen sehr aufwendig ist und daher nur durchgeführt werden sollte, wenn ein besonderes öffentliches Interesse besteht. Außerdem regt die Kultusministerkonferenz an, in der Präambel klarzustellen, dass Präparate, die in den Pathologischen Instituten im Rahmen täglicher diagnostischer Aufgaben und in Erfüllung der Archivierungspflicht anfallen, nicht in den Geltungsbereich der Empfehlungen fallen. Dasselbe gelte für klinische Obduktionen, die zwar nicht landesgesetzlich, aber beispielsweise durch Krankenhausaufnahmeverträge geregelt seien. Die Kultusminister haben den Arbeitskreis gebeten, diese Punkte in eine eventuelle Fortschreibung der Empfehlungen einzubeziehen. HK
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