ArchivDeutsches Ärzteblatt38/2003Weiterbildung: Aufwertung der Psychosomatik

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Weiterbildung: Aufwertung der Psychosomatik

Dtsch Arztebl 2003; 100(38): A-2406

Bühring, Petra

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Foto: Bernhard Eifrig Der Deutsche Ärztetag hatte im Mai in Köln mit großer Mehrheit für eine Weiterbildungsreform votiert.
Foto: Bernhard Eifrig Der Deutsche Ärztetag hatte im Mai in Köln mit großer Mehrheit für eine Weiterbildungsreform votiert.
Ärztliche Psychotherapeuten begrüßen neue Weiter­bildungs­ordnung.

Zwei mit der neuen (Muster-) Weiter­bildungs­ordnung einhergehende Änderungen im Bereich Psychotherapie haben die Vereinigung Pychotherapeutisch tätiger Kassenärzte (VPK) und die Allgemeine Ärztliche Gesellschaft für Psychotherapie (AÄGP) begrüßt. Der 106. Deutsche Ärztetag hatte die neue Weiter­bildungs­ordnung im Mai in Köln beschlossen. Im Bereich der Psychotherapie existierten nun zwei Fachbezeichnungen: der Facharzt für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, ehemals Facharzt für Psychotherapeutische Medizin, und der Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie. Prof. Dr. Wolfgang Tress, Vorsitzender der AÄGP, sieht in der neuen Bezeichnung „eine Stärkung der ärztlichen Psychotherapie“.
Nach der neuen Weiter­bildungs­ordnung sind zwei psychotherapeutische Zusatzbezeichnungen möglich: fachgebundene Psychotherapie und Psychoanalyse. Die alte Zusatzbezeichnung Psychotherapie wurde in „Fachgebundene Psychotherapie“ umbenannt. Hintergrund sei das Bestreben, Psychotherapie so gut wie möglich in alle medizinischen Fächer zu integrieren.
Im Rahmen der Weiterbildung fachgebundene Psychotherapie solle der Arzt lernen, spezifische psychosoziale Fragestellungen seines Fachs zu erkennen und entsprechend seiner Praxisgegebenheiten psychotherapeutisch zu behandeln. Durch die neue Zusatzbezeichnung werde, so Friedrich Neitscher, Vorsitzender der VPK, „dem hohen Anteil an Patienten Rechnung getragen, die mit körperlichen Beschwerden zum Arzt kommen und deren Erkrankung überwiegend psychosoziale Ursachen hat“. pb
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