ArchivDeutsches Ärzteblatt38/2003Gesundheitsreport: Depressionen nehmen zu

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Gesundheitsreport: Depressionen nehmen zu

Dtsch Arztebl 2003; 100(38): A-2406

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LNSLNS Techniker Krankenkasse ermittelte einen jährlichen Anstieg um fünf Prozent.

Die Fehltage aufgrund psychischer Erkrankungen sind seit dem Jahr 2000 jährlich um mehr als fünf Prozent gestiegen, heißt es im Gesundheitsreport der Techniker Krankenkasse (TK), der Anfang September in Berlin vorgestellt wurde. „Psychische Erkrankungen führten mit jährlich 50 Tagen je Krankheitsfall zu ausgesprochen langen Krankschreibungen“, sagte Dr. med. Christoph Straub, Vorstandsmitglied der TK.
Dem Gesundheitsreport zufolge waren männliche TK-Versicherte 2002 durchschnittlich 0,4 Tage und Frauen 0,8 Tage wegen psychischer Störungen krankgeschrieben. Mehr als jede zehnte Frau und jeder 20. Mann erhielten in den vergangenen drei Jahren mindestens ein Antidepressivum. Im bundesweiten Vergleich verzeichneten die neuen Bundesländer Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen die wenigsten Arbeitsausfälle wegen psychischer Störungen, Hamburg und Berlin die meisten.
„Bei Versicherten mit Universitäts- oder Hochschulabschluss wurden die niedrigsten Fehlzeiten ermittelt“, sagte Dr. med. Thomas Grobe, Institut für Sozialmedizin, Epidemiologie und Gesundheitssystemforschung in Hannover, der im Auftrag der TK den Bericht erstellt hat. Erwerbstätige ohne Berufsausbildung oder Abitur wiesen die höchsten Fehlzeiten auf. SL
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