ArchivDeutsches Ärzteblatt38/2003Medikamente: Daten vervollständigen
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LNSLNS . . . Mit dem Argument, dass die direkten Behandlungskosten der Erkrankung nur einen Bruchteil der indirekten Kosten darstellten, die durch den Langzeitverlauf der Krankheit entstünden, wirbt auch die Pharmaindustrie für die von ihr vertriebenen Atypika. Deren Wert vor allem auf Kognition, emotionale Erreichbarkeit und Compliance soll hier durchaus nicht in Abrede gestellt werden. Das günstige Kosten-Nutzen-Verhältnis dieser innovativen Medikamente harrt aber noch eines schlagenden Beweises durch Untersuchungen darüber, wie viel mehr Schizophrenie-Patienten durch deren Einsatz im ersten Arbeitsmarkt gehalten werden können. Solche Daten müssten inzwischen verfügbar sein, wenn man davon ausgeht, dass Risperidon (Handelsname Risperdal) seit 1993 auf dem deutschen Markt verfügbar ist und Amisulprid (Handelsname Solian) vor seiner Zulassung in Deutschland bereits zehn Jahre lang in Frankreich eingesetzt wurde. Interessant wäre auch zu wissen, ob in den USA, wo der Atypika-Anteil 60 % betragen soll, entsprechend mehr Patienten arbeitsfähig gehalten werden konnten als in Deutschland mit einem Anteil von 25 % des Neuroleptika-Marktes.
Dr. med. Sigrid Planz-Kuhlendahl, Landesverband Hessen im BVDN e.V., Aliceplatz 7, 63065 Offenbach
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