ArchivDeutsches Ärzteblatt38/2003Gesundheitsreform: Mir schwant nichts Gutes

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Gesundheitsreform: Mir schwant nichts Gutes

Dtsch Arztebl 2003; 100(38): A-2433 / B-2035 / C-1916

Steenblock, U.

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LNSLNS Mir schwant nichts Gutes, wenn ich lese „zudem sei bei Arztbesuchen eine Gebühr von 10 Euro pro Quartal zu entrichten“. Ich kann keiner Quelle entnehmen, ob diese Gebühr auch von den institutionalisierten Notfallbehandlungszentren der Krankenhäuser kassiert werden solle. Sollte das nicht der Fall sein, bei der Sachkunde der Schöpfer dieser Reform wäre das nicht weiter verwunderlich, sage ich Ihnen voraus, dass unsere Notfallstationen aus allen Nähten platzen, was sie ohnehin schon tun, weil die Präsenz der niedergelassenen Ärzteschaft über Mittag, am frei zu wählenden Dies academicus, vor und vor allen Dingen nach Feiertagen, die in der Woche liegen, ebenso zu wünschen übrig lässt wie von Freitag Mittag bis Montag früh, von den Kurzurlauben um die christlichen Feste einmal ganz zu schweigen. Die Einschränkung der freien Arztwahl bei Zahlung einer Besuchsgebühr von 10 Euro – ich habe noch nie jemanden besucht, dem ich dafür auch noch Geld geben musste – zeigt die abgrundtiefe Verachtung, die die Medizinalbürokratie jeder Couleur dem so genannten mündigen Bürger entgegenbringt.
Dr. U. Steenblock,
Kreiskrankenhaus, Meisenhartweg 14, 79713 Bad Säckingen
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