ArchivDeutsches Ärzteblatt39/2003U 4 bis U 9 bei Kindern: Präzisere Diagnostik

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U 4 bis U 9 bei Kindern: Präzisere Diagnostik

Dtsch Arztebl 2003; 100(39): A-2473 / B-2065 / C-1945

Rieser, Sabine

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Foto:Floß
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Eine ergänzende Untersuchung soll helfen, Störungen früher zu erkennen.
Die mit Hilfe des „Gelben Hefts“ dokumentierten Vorsorgeuntersuchungen bei Kindern in Deutschland gelten als Meilenstein der Sekundärprävention. Gleichwohl sind sie in die Kritik geraten, weil dabei Entwicklungsdefizite nach Meinung von Fachleuten zu spät oder gar nicht erkannt werden. Abhilfe soll nun eine so genannte Erweiterte Vorsorgeuntersuchung (EVU) schaffen, um die alle Checks von der U 4 bis zur U 9 erweitert werden können.
Die EVU wurde von einer Gruppe aus Kinderärzten und Psychologen entwickelt und in mehr als 30 Praxen an rund 1 700 Kindern normiert. Dabei zeigte sich, dass die Fragen und Übungen zehn bis 20 Minuten beanspruchen und einfach in die übliche Vorsorgeuntersuchung zu integrieren sind.
Geprüft werden Fein- und Grobmotorik, Sprache, Kognition und Verhaltensauffälligkeiten mithilfe von standardisiertem Material wie zum Beispiel Bilderbuch oder Zeichenvorlagen. Alle nötigen Informationen sind in einem Handbuch und einem Testordner zusammengestellt. Die Auswertung erfordert von Kinderärzten keine psychometrischen Kenntnisse und ist einfach und schnell zu bewältigen.
Über eine Vereinbarung zur eigenständigen Abrechnung dieser Diagnostik wird noch verhandelt. Das Testmaterial ist zu beziehen über die Firma Pits, Middelstegracht 89 V, NL-2312 TT Leiden, Telefon: 00 31/71/5 31 87 86, www.pits-online.de, oder über Testzentrale, Robert-Bosch-Breite 25, 37070 Göttingen, Telefon: 05 51/5 06 88 14/-15, www.test zentrale.de.
Weitere Informationen: Stephan Floß, Sozialpädiatrisches Zentrum, St. Marien-Hospital, Hospitalstraße 44, 52353 Düren, E-Mail: spz. shm-dn@clinet.de Rie
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