ArchivDeutsches Ärzteblatt39/2003Kopfpauschalen: Zahlen sprechen lassen

BRIEFE

Kopfpauschalen: Zahlen sprechen lassen

Dtsch Arztebl 2003; 100(39): A-2500 / B-2088 / C-1966

Seuser, Joachim

Zu den von einzelnen Krankenkassen gezahlten „Kopfpauschalen“:
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LNSLNS . . . Diese lächerlichen Kopfpauschalen gehören an die Öffentlichkeit getragen. Der Versicherte hat ein Recht darauf zu erfahren, was seiner Krankenkasse die Arbeit seiner Ärzte und deren Personal wert ist, ebenso wie er das Recht hat, Quittungen über unsere Leistungen mit floatenden (!) Euro-Beträgen zu erhalten: „Für die bei Ihnen durchgeführte Behandlung werde ich als Arzt 52 Euro erhalten, vielleicht aber auch nur 42 Euro. Bitte fragen Sie in drei Monaten noch einmal nach.“
Anstatt mit magentafarbenen Heftpflastern eine zweifelhafte Imagekampagne zu starten, sollten unsere KVen bzw. deren Dachorganisation die versicherten Bürger in diesem Land darüber aufklären, wie wenig deren Krankenkassen an uns überweisen, und dass für diesen Betrag nicht einmal ein Albert Schweitzer in Lambarene hätte wirken können, von uns aber erwartet wird, dafür eine Hochleistungs-rund-um-die-Uhr-Versorgung zu erbringen.
Ich appelliere an unsere Funktionäre. Geht an die Öffentlichkeit und lasst Zahlen sprechen. Nehmt Euch ein Beispiel an den Landwirten: Da haben wir einmal einen Supersommer und schon wird über Einkommenseinbußen geklagt. Prompt gibt es staatliche Hilfen. Und das nach nur einem Sommer. In unseren Geldbörsen herrscht seit nun mehr als zehn Jahren Trockenheit! Es reicht! Ihr Vertreter da oben, vertretet endlich unsere Interessen!
Dr. med. Joachim Seuser,
Im Bruch 14, 56567 Neuwied
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