ArchivDeutsches Ärzteblatt39/2003Verordnungen: Gebührenpflichtig den Arzt befragen

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Verordnungen: Gebührenpflichtig den Arzt befragen

Dtsch Arztebl 2003; 100(39): A-2502 / B-2088 / C-1967

Fuchs, Udo

Zu der Aussage der Krankenkassen: „Wir vergüten alles, was der Arzt verschreibt!“:
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LNSLNS Es ist sattsam bekannt, dass die Kassen bei Anfragen der Patienten den § 13 Abs. 2 Bundesmantelvertrag Ärzte/Krankenkassen ignorieren oder gar nicht kennen. Stereotype Antwort ist: „Wir vergüten alles, was der Arzt verschreibt!“, vergessen aber hinzuzufügen, dass dieser von den Kassen dazu gezwungen wird, nur die notwendigen Verordnungen auf Kassenrezept zu rezeptieren.
Neue Variante dieses Fehl-Verhaltens der Kassen ist die Weiterleitung diesbezüglicher Anfragen oder Beschwerden an die KV.
Dadurch wird der betroffene Arzt gezwungen, kostenfrei eine aufwendige Stellungnahme abzugeben. Hier muss dringend Abhilfe geschaffen werden.
Mein Vorschlag: Bei Anfragen hinsichtlich fraglicher Medikamentenverordnung müssten die Kassen dazu gezwungen werden, analog zu Anfragen bei einer Arbeitsunfähigkeit, zuerst gebührenpflichtig (Ziffern 73 oder 77) den betreffenden Arzt zu befragen, bevor der schwerfällige Verwaltungsapparat der Ärzte (KV) zurate gezogen wird.
Dr. med. Udo Fuchs,
Steenwisch 105, 22527 Hamburg
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