ArchivDeutsches Ärzteblatt39/2003Gutachterverfahren: Bizarres Bild

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Gutachterverfahren: Bizarres Bild

Dtsch Arztebl 2003; 100(39): A-2502 / B-2088 / C-1967

Genius, R.

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LNSLNS Frau Holl legt den Finger in die Wunde „Umgang der Gutachter mit willigen Therapeuten“. Aus meiner mehr als 30-jährigen Erfahrung kann ich ihre Nachfrage über Sinn und Zweck der Vorgehensweise auch nur „per Einfall“ unterstützen.
Ich denke, dass Gutachter eine bestimmte Quote von Ablehnungen erfüllen müssen, erstens um den Wert der eigenen Tätigkeit zu bestätigen, und zweitens um Obergutachtern deren Arbeit zu ermöglichen. Bizarr ist das Bild, wenn ich das gleiche Gutachten einmal dem Gutachter der Beihilfe zukommen lasse und deckungsgleich dem Gutachter einer privaten Versicherung. Der eine schreibt: „präzise und nachvollziehbar dargestellter neurotischer Konflikt, Zustimmung zur Therapie“, und der andere: „es fehlen Überlegungen zum Strukturniveau . . ., und es erfolgt Ablehnung“ mit dem Hinweis „Möglichkeit des Obergutachters“. Nicht immer kann ich mich psychodynamisch dazu durchringen anzunehmen, dies habe alles nur mit dem Patienten zu tun.
Dr. R. Genius, 56179 Vallendar
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