ArchivDeutsches Ärzteblatt39/2003Anti-Helicobacter-pylori-Therapie bei MALT-Lymphom

MEDIZIN: Referiert

Anti-Helicobacter-pylori-Therapie bei MALT-Lymphom

Dtsch Arztebl 2003; 100(39): A-2526 / B-2108 / C-1985

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LNSLNS Offensichtlich stehen MALT-Lymphome unter dem Antigenstimulus von Helicobacter pylori, sodass MALT-Frühlymphome der Magenschleimhaut heute primär mit einer Helicobacter-pylori-Eradikationstherapie angegangen werden. Die Erfolgsrate dieser Vorgehensweise liegt bei 70 bis 80 Prozent, das heißt, dass durch eine antibiotische Therapie ein Malignom in vielen Fällen geheilt werden kann.
Wie die Wissenschaftler aus Bologna berichten, sprechen jedoch nicht nur MALT-Lymphome des Magens, sondern gelegentlich auch extraintestinale MALT-Lymphome, im vorliegenden Fall ein MALT-Lymphom des Larynx, auf die Anti-Helicobacter-pylori-Therapie an.
Während einer Nachbeobachtung über einen Zeitraum von 46 Monaten blieb der Patient nach Beseitigung der Helicobacter-pylori-Infektion in Remission.
Die Autoren der Studie schlagen vor, bei extraintestinalen MALT-Lymphomen gezielt nach Helicobacter pylori und einem MALT-Lymphom des Magens zu suchen und dann eine Anti-Helicobacter-pylori-Therapie einzuleiten. Bei Nonrespondern kann dann immer noch operativ oder mit einer Radiochemotherapie eingegriffen werden. w

Caletti G, T Togliani T, Fusaroli P et al.: Consecutive regression of concurrent laryngeal and gastric MALT lymphoma after anti-helicobacter pylori therapy. Gastroenteroloy 2003; 124: 537–543.

Dr. G. Caletti, Head of GI Unit, Ospedale di Castel S. Pietro Terme (BO), V. le Oriani, I-40024 Castel S. Pietro Terme (BO), Italien. E-Mail: g.caletti@ausl.imola.bo.it

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