ArchivDeutsches Ärzteblatt46/1996Meinungsstreit über Liste „notwendiger Arzneimittel“

POLITIK: Nachrichten - Aus Bund und Ländern

Meinungsstreit über Liste „notwendiger Arzneimittel“

Dtsch Arztebl 1996; 93(46): A-2992 / B-2552 / C-2364

Korzilius, Heike

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LNSLNS BONN. Eine "Kieler Liste notwendiger Arzneimittel – Empfehlungen zum Arzneimittelgebrauch", die sich an Ärzte und Patienten richtet, haben die Verbraucher-Zentralen Hamburg, Baden-Württemberg, Berlin und Niedersachsen sowie die Arbeitsgemeinschaft der Verbraucherverbände und das Institut für angewandte Verbraucherforschung Ende Oktober in Hamburg vorgelegt.
Die "Kieler Liste" enthält rund 400 Wirkstoffe, die nach Auffassung der Autoren, der Pharmakologen Prof. Dr. Heinz Lüllmann und Lothar Flessau, für die Praxis von Allgemeinärzten in der Regel ausreichend sind. Nach Therapiebereichen gegliedert werden für die Wirkstoffe das Originalpräparat sowie eine preiswerte Alternative genannt. Die Liste umfaßt rund 750 Fertigarzneimittel.
Als "Dokument eklatanter Irrtümer und Fehlanalysen" bezeichnete der Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie die "Kieler Liste". Die Zahl der aufgeführten Wirkstoffe komme der für die Grundversorgung in unterentwickelten Ländern konzipierten Essential Drugs List der Welt­gesund­heits­organi­sation nahe. Es sei unwahrscheinlich, daß mit der Liste eine ausreichende, qualitativ hochwertige Versorgung mit Medikamenten möglich sei. HK
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