ArchivDeutsches Ärzteblatt39/2003Smart Forfour: Ein Kultauto wird erwachsen

VARIA: Auto und Verkehr

Smart Forfour: Ein Kultauto wird erwachsen

Dtsch Arztebl 2003; 100(39): A-2530

Zylka-Menhorn, Vera

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Mit einem Viertürer in unverkennbarem Design wandelt sich Smart
zum „vollwertigen“ Autohersteller.

Der Smart bekommt 2004 den lange erwarteten Nachwuchs: Mit dem „Forfour“ wird die Marke ihre automobile Volljährigkeit erreichen, denn dieses Modell ist das erste „richtige“ Auto der DaimlerChrysler-Tochter: mit vier Türen, einer Heckklappe und – je nach Ausstattung – vier oder fünf Sitzplätzen. Im Frühjahr werden die ersten Exemplare zum Einstiegspreis von rund 12 800 Euro für das Basismodell auf die Straße rollen. Dafür erhält man ein 3,75 Meter langes Auto (VW Polo: 3,89 Meter) im typischen Smart-Look – also mit zweifarbiger Karosserie, vier einzelnen Frontscheinwerfern, runden, übereinander angeordneten Rückleuchten und sehr kurzen Überhängen, vor allem am Heck.
Die multivariable Rücksitzbank des Smart forfour ist um 15 Zentimeter längenverstellbar. Werkfotos
Die multivariable Rücksitzbank des Smart forfour ist um 15 Zentimeter längenverstellbar. Werkfotos
Beim Forfour richtet sich das Interesse vor allem auf die Rücksitze, denn die gab es bei einem Smart bislang noch nicht. Die Rücksitzbank – um 15 Zentimeter in Längsrichtung verstellbar – ist geteilt, die Lehnen können einzeln nach vorne geklappt oder aber die komplette Sitzanlage nach vorne gekippt werden. Damit vergrößert sich die Kofferraumkapazität von 268 Liter in Normalkonfiguration auf maximal 910 Liter (zum Vergleich VW Polo: 270 bis 1 030 Liter).
Als aufpreispflichtiges Extra bietet der Forfour das so genannte Lounge-Konzept. Bei Autos mit dieser Ausstattung können die Lehnen der Vordersitze so geklappt werden, dass eine große, ebene Sitzfläche entsteht. Auch beim Dach hat der Kunde die Wahl zwischen dem standardmäßigen Kunststoffdach, einem 1,4 Quadratmeter großen Glasdach oder einem elektrischen Glasschiebedach.
Zum Antrieb werden zwei Dreizylinder-Diesel mit jeweils 1,5 Liter Hubraum sowie 50 oder 70 kW (68 oder 95 PS) angeboten. Darüber hinaus sind ein 1,1-Liter-Dreizylinder-Benziner mit 55 kW (74 PS) und zwei Vierzylinder-Benziner mit 70 oder 80 kW (95 oder 108 PS) verfügbar.
Bei einem Leergewicht von weniger als einer Tonne sind „spritzige“ Fahrleistungen zu erwarten: Der Forfour soll in knapp zehn Sekunden auf
100 km/h sprinten und mehr als 180 Stundenkilometer fahren. Sein hoher Kunststoffanteil führt letztlich auch zu einem – im Vergleich zu konventionellen Kleinwagen – deutlich niedrigeren Benzinverbrauch.
Um den „Premium-Anspruch“ des neuen Smart,
wie DaimlerChrysler-Vorstand Prof. Jürgen Hubbert betont, zu verdeutlichen, erhalten alle Forfour-Versionen serienmäßig ABS, ESP, Front- und Seitenairbags; Kopfairbags sind gegen Aufpreis verfügbar. Außerdem bietet die lange Liste der „Extras“ Komfort-Bauteile wie Multifunktionslenkrad, Fahrlicht- und Regensensor. „Mit diesem gelungenenProfil wird sich der Forfour in seinem umkämpften Segment durchsetzen“, da ist sich Andreas Renschler, Chef der Smart GmbH, sicher.
Vera Zylka-Menhorn
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