ArchivDeutsches Ärzteblatt39/2003Gutachten für den MDK: Häusliches Arbeitszimmer ist keine Betriebsstätte

VARIA: Rechtsreport

Gutachten für den MDK: Häusliches Arbeitszimmer ist keine Betriebsstätte

Dtsch Arztebl 2003; 100(39): A-2535

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LNSLNS Die Klägerin ist ausschließlich als Ärztin für den Medizinischen Dienst der Kranken-kassen (MDK) tätig. Sie erstellt Gutachten über die Einstufung von Antragstellern in die verschiedenen Pflegebedürftigkeitsstufen. Ihr Arbeitszimmer lag im Souterrain des eigenen Einfamilienhauses. In ihrer Einkommensteuererklärung machte die Ärztin Betriebsausgaben dafür geltend. Das beklagte Finanzamt berücksichtigte diese lediglich in Höhe von 1 200 Euro mit der Begründung, das häusliche Arbeitszimmer bilde nicht den Mittelpunkt der beruflichen Tätigkeit. Diese ist dagegen der Auffassung, es sei von einer Betriebsstätte auszugehen. Ein ungekürzter Betriebsausgabenabzug müsse daher gewährt werden.
Der Bundesfinanzhof (BFH) hat dem Finanzamt Recht gegeben. Das Arbeitszimmer der Ärztin sei ein Raum, der vorwiegend der Erledigung gedanklicher, schriftlicher oder verwaltungstechnischer Arbeiten diene. Gehöre es unmittelbar und ohne räumliche Trennung zur Wohnung oder dem Wohnhaus des Steuerzahlers, so sei es regelmäßig auch in dessen häusliche Sphäre eingebunden. Entscheidend sei weiterhin, dass der Raum nicht für einen intensiven dauerhaften Publikumsverkehr geöffnet sei. Auch bilde das Arbeitszimmer nicht den Mittelpunkt der gesamten Tätigkeit der Klägerin. Sie untersuche Patienten ausschließlich außerhalb des häuslichen Arbeitszimmers. (BFH, Urteil vom 23. 1. 2003, Az.: IV R 71/00) Be
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