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Lexikon: MDK

Dtsch Arztebl 2003; 100(39): A-2540 / B-2116 / C-1992

Flintrop, Jens

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LNSLNS Der Medizinische Dienst der Kran­ken­ver­siche­rung (MDK) ist der sozialmedizinische Beratungs- und Begutachtungsdienst der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung. Der MDK ist eine Gemeinschaftseinrichtung der Krankenkassen und in jedem Bundesland als eigenständige Arbeitsgemeinschaft organisiert. Das Aufgabenspektrum des MDK umfasst die Einzelfallbegutachtung wie auch die Beratung in Grundsatzfragen der medizinischen und pflegerischen Versorgung. § 275 SGB V benennt die Aufgaben des MDK. Dazu zählen Stellungnahmen für die Krankenkassen zu Fragen der Arbeitsunfähigkeit von Arbeitnehmern; zu Notwendigkeit, Art, Umfang und Dauer von Rehabilitationsleistungen; zur Verordnung von Arznei-, Verband-, Heil- und Hilfsmitteln, zur Notwendigkeit und Dauer einer Krankenhausbehandlung und zur Notwendigkeit und Dauer von häuslicher Krankenpflege. Dabei liegt die Entscheidung über eine Leistung aber stets bei den Kranken- und Pflegekassen. Die MDK-Gutachter dürfen nicht in die ärztliche Behandlung eingreifen. Derzeit beschäftigt der MDK etwa 2 100 Ärztinnen und Ärzte. Davon besitzen knapp 90 Prozent mindestens eine Facharztanerkennung und knapp 60 Prozent die Zusatzqualifikation des Sozialmediziners. Dabei ist die Bandbreite der fachärztlichen Qualifikationen breit gestreut. Bei Fragestellungen der Krankenkassen aus hoch spezialisierten Gebieten binden die Medizinischen Dienste zusätzlichen externen Sachverstand ein. JF
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