ArchivDeutsches Ärzteblatt40/2003Parlamentarischer Abend: Rüttelstrecke für die Gesellschaft

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Parlamentarischer Abend: Rüttelstrecke für die Gesellschaft

Dtsch Arztebl 2003; 100(40): A-2544 / B-2120 / C-1996

Rieser, Sabine

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Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­terin Ulla Schmidt schaute nur kurz beim Empfang vorbei. Foto: Norbert Hirsch
Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­terin Ulla Schmidt schaute nur kurz beim Empfang vorbei. Foto: Norbert Hirsch
Die Ärzteschaft lud Politiker, Vertreter des Gesundheitswesens und Journalisten ein.
Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­terin Ulla Schmidt (SPD) schaute nur kurz beim Parlamentarischen Abend von Bundes­ärzte­kammer (BÄK) und Kassenärztlicher Bundesvereinigung (KBV) in Berlin herein. Doch sie brachte interessante Erkenntnisse mit. Zum ersten Mal sei sie sich einig mit Elis Huber, der angesichts ihres Reformvorhabens gesagt habe: „In dem Gesetz steckt eine kleine Revolution.“ So urteilten viele am Vorabend
der Verabschiedung des GKV-Modernisierungsgesetzes. Die Gesundheitsreform werde die Gesellschaft „auf eine harte Rüttelstrecke“ bringen, prophezeite BÄK-Präsident Prof. Dr. med. Jörg-Dietrich Hoppe. In zehn Jahren werde man „völlig neue Strukturen“ vorfinden. So sah es auch Dr. med. Manfred Richter-Reichhelm: „Das Gesetz wird unterschätzt.“ Durch die Möglichkeit, Einzelverträge abzuschließen, sei viel mehr möglich als auf den ersten Blick erkennbar, ebenso durch die Öffnung der Krankenhäuser für die ambulante Versorgung. Der KBV-Vorsitzende kündigte an, man werde keine Blockadehaltung einnehmen, sondern in den Wettbewerb mit Konkurrenten treten. Zurückhaltend äußerte sich Regina Görner, Ge­sund­heits­mi­nis­terin des Saarlandes, in dessen Landesvertretung Ärzteschaft und Besucher zu Gast waren. Die Strukturprobleme des Gesundheitswesens seien noch nicht gelöst, sagte die CDU-Politikerin. Sie hätte sich gewünscht, dass „Rahmenbedingungen für ein paar Jahre“ gesetzt worden
wären. Rie
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