ArchivDeutsches Ärzteblatt40/2003Frankfurter Buchmesse digital: Crossmedia und E-Publishing

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Frankfurter Buchmesse digital: Crossmedia und E-Publishing

Dtsch Arztebl 2003; 100(40): A-2548 / B-2122 / C-1998

Krüger-Brand, Heike E.; Broos

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Bücher und PCs einträchtig vereint . . . Foto: Frankfurter Buchmesse/Hirth
Bücher und PCs einträchtig vereint . . .
Foto: Frankfurter Buchmesse/Hirth
Die Verlage präsentieren sich als Information Service Provider.

Das elektronische Publizieren ist inzwischen ein selbstverständlicher Bestandteil der Verlagstätigkeit geworden. Dies wird auf der Buchmesse daran sichtbar, dass die elektronischen Produkte erstmals nicht gesondert, sondern an den jeweiligen Verlagsständen präsentiert werden – integriert in das gesamte Verlagsangebot.
E-Learning
E-Learning-Plattformen gelten als zukunftsträchtiges
Geschäftsfeld für Verlage. Dennoch kämpfen diese hier noch mit Anlaufschwierigkeiten, und der Markt entwickelt sich langsamer als von den Experten erwartet. E-Learning betrifft dabei sowohl die schulische und universitäre Ausbildung als auch die elektronische Fort- und Weiterbildung in Unternehmen. Ein Beispiel aus dem schulischen Bereich ist das E-Learning-Projekt „Selgo“ („Selbstständiges Lernen mit digitalen Medien in der gymnasialen Oberstufe“; www.selgo.de; Cornelsen Verlag), das zeigt, wie Unterricht in einem virtuellen Klassenzimmer ablaufen kann.
Das Angebot an Lernsoftware für Sprachkurse, Freizeit und Beruf, bezogen auf die unterschiedlichsten Zielgruppen, ist inzwischen unüberschaubar. Die Buchmesse präsentiert viele Neuerscheinungen und Produktweiterentwicklungen für alle Altersstufen. CD-ROM-Reihen eignen sich insbesondere für Lernsoftware, Nachschlagewerke und „Edutainment“. Die Programme laufen in der Regel nicht mehr nur auf Windows-Rechnern, sondern sind plattformübergreifend konzipiert. Produktbeispiele reichen vom multimedialen Kindersprachkurs bis zum komplexen Lernprogramm für Erwachsene, wie dem „National Geographic Fotoguide – Geheimnisse der Profi-Fotografie“ (United Soft Media Verlag). Die „Office-Bibliothek 3.0“ enthält Nachschlagewerke von Brockhaus und Duden. Vorgestellt wird außerdem der „Brockhaus multimedial 2004“ mit einem erweiterten Atlas. Weitere Beispiele sind Wörterbücher auf CD-ROM, wie etwa „Wahrig.digital/Die deutsche Rechtschreibung“.
Die CD-ROM wird künftig gegenüber Online-Produkten an Bedeutung verlieren. Im Trend sind jedoch „Crossmedia-Produkte“ (Buch + CD-ROM), die die Vorzüge der jeweiligen Medien in einem Produktpaket vereinen. Relativ neu auf dem Markt sind auch DVD-ROM – einige Beispiele, wie die „25 000 Meisterwerke der Kunst“ (Wissenschaftliche Buchgesellschaft), sind auf der Messe zu sehen.
Zunehmend wichtiger werden differenzierte, umfassende Online-Angebote und Datenbanken für den Bereich der Fachinformation. Viele wissenschaftliche Verlage sind dabei, das Pre-Publishing auszubauen: Artikel, Dokumente und wissenschaftliche Informationen werden über eine Online-Plattform zur Verfügung gestellt, bevor sie in einer Fachzeitschrift veröffentlicht werden. So enthält zum Beispiel die Plattform SpringerLink (www.springerlink.com; Springer Verlag) circa 500 elektronisch verfügbare Volltext-Zeitschriften – rund die Hälfte davon sind Online-First-Publikationen – sowie etwa 2 000 Bücher und Multimedia-Produkte.
Renaissance der E-Books
E-Books waren bislang kein Verkaufsschlager, auch wenn sie technisch hinsichtlich Benutzerfreundlichkeit und Verfügbarkeit Fortschritte gemacht haben. So hat erst kürzlich der US-Buchhändler Barnes & Noble seine E-Book-Sparte mangels Nachfrage eingestellt. Die auf der Messe vorgestellte Internet-Suchmaschine für E-Books (www.ebookportal.de) soll dazu beitragen, dass sich das ändert. Sie ermöglicht die Recherche im Gesamtbestand von mehr als 2 000 E-Books. KBr/Broos
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