Supplement: Praxis Computer

Telepathologie-Projekt

Dtsch Arztebl 2003; 100(40): [6]

EB

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Per Kamera und Datenübertragung stellt der Pathologe seine Diagnose aus der Ferne. Foto: Ketteler-Krankenhaus
Per Kamera und Datenübertragung stellt der Pathologe seine Diagnose aus der Ferne.
Foto: Ketteler-Krankenhaus
Gemeinsam mit einer niedergelassenen Praxis für Pathologie in Frankfurt/Main hat das Ketteler-Krankenhaus Offenbach (www.ketteler-krankenhaus.de) das Modellprojekt „Telepathologie“ gestartet. Die während einer Operation entnommenen Gewebeproben eines Patienten werden erheblich schneller als bisher telepathologisch untersucht und an den Chirurgen im Ketteler-Krankenhaus übermittelt.
Als technische Voraussetzung hierfür wurde in einem Vorraum der Operationssäle eine Kamera aufgestellt, die mit einem Computer verbunden ist. Die Kamera erfasst die Gewebeprobe stark vergrößert und überträgt das Bild über das abgesicherte, nicht öffentlich zugängliche Medical-Net auf den Computer des Pathologen in Frankfurt. Dieser ist per Telefon mit Mitarbeitern des Krankenhauses verbunden und weist diese an, wo sie den Schnitt für die mikroskopische Untersuchung vornehmen sollen. Das Gewebe wird präpariert und unter einem Mikroskop platziert. Dieses ist ebenfalls mit dem Medical-Net verbunden. Der Pathologe kann das Präparat sofort beurteilen und seine Diagnose stellen, sodass der Chirurg im Krankenhaus die Operation kurzfristig fortsetzen kann.
Von der Entnahme der Gewebeprobe bis zur Diagnose vergeht lediglich etwa eine halbe Stunde. Die Originalpräparate werden zur Kontrolle anschließend zum Pathologen geschickt und später mit den digitalen Bildern archiviert. EB
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