ArchivDÄ-TitelSupplement: PRAXiSPraxis Computer 4/2003EDV-gestützte Dokumentation von Diabetes mellitus Typ 2

Supplement: Praxis Computer

EDV-gestützte Dokumentation von Diabetes mellitus Typ 2

Dtsch Arztebl 2003; 100(40): [7]

EB

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LNSLNS Im Rahmen der Disease-Management-Programme (DMP) stellt die Firma Mediamed, Hemsbach (www.praxiscomputer.de), den Kunden ihrer Praxissoftware „S3 Windows“ für das Krankheitsbild Diabetes mellitus Typ 2 die Erst- und Folgedokumentationen für die elektronische Verarbeitung zur Verfügung. Diese Bögen dienen der strukturierten Qualitätssicherung von Diabetespatienten Typ 2, die quartalsweise oder halbjährlich erfolgt. Das Programm unterstützt die Formularerstellung durch das automatisierte Einlesen von früheren und aktuellen Daten aus der Patientenakte. Die Bögen können blanko über einen Laserdrucker gedruckt, gespeichert und erneut abgerufen werden.
Das neue Risikomodul der Lösung soll der Verteiler zu den einzelnen DMP werden. Auf der Risiko-Maske, die den Verlauf der wichtigsten Risikowerte darstellt, ist es möglich, folgende Aktionen eines DMP-Programms direkt durchzuführen: Druck „Diabetespass“; Erstellung der Erst- und Folgebescheinigung und Erstellung des FQSD-Bogens (Forum Qualitätssicherung in der Diabetologie).
Bildschirmansicht des Risikoprofils in „S3 Windows“
Bildschirmansicht des Risikoprofils in „S3 Windows“

Die Datenerfassung ist auch über Makros möglich. Sämtliche Eingaben überprüft die Software auf Plausibilität und Vollständigkeit. Gleichzeitig werden die Daten in einer Datenbank für die elektronische Übertragung über die XML-Schnittstelle abgespeichert.
Der Datenaustausch zwischen Arztpraxis und Datenannahmestelle bei DMP soll künftig auf Basis der XML-Datenschnittstellen durchgeführt werden. Das Softwarehaus Mediamed will diese Datenkommunikationsschnittstelle im ersten Quartal 2004 in das Programm implementieren.

Die Duria eG, Düren (www.duria.de), hat als bisher einziges Softwarehaus für ihr gleichnamiges Praxisprogramm das KBV-Gutachterverfahren der XML-Schnittstelle für das Disease-Management-Programm (DMP) Diabetes mellitus Typ 2 absolviert und die Zulassung erhalten. Die Anwender erhalten die erforderlichen Programmteile kostenfrei.
Die vollständig EDV-gestützte Lösung zur Dokumentation im Rahmen des DMP Diabetes mellitus Typ 2 ermöglicht die Erfassung der medizinischen Inhalte für die Erst- und Folgedokumentation über Masken durch die Verwendung von Auswahllisten sowie durch die Übernahme der Daten aus der elektronischen Karteikarte und von Daten aus früheren Bögen. Damit vermeidet der Anwender redundante Eingaben bereits abgespeicherter Daten. Die Duria-interne Fallprüfung für einen einzelnen Dokumentationsbogen umfasst die syntaktische und semantische Überprüfung von Formaten, bedingten und unbedingten Pflichtfeldern und feldübergreifenden Abhängigkeiten sowie die interaktive Bearbeitung fehlerhafter DMP-Bögen. Die Daten werden in das von der KBV geforderte Sciphox-XML-Format konvertiert. Die generierten XML-Dokumente lassen sich mit dem Internet Explorer visualisieren. Die Lösung umfasst darüber hinaus auch den Aufruf der externen Einzel- beziehungsweise Gesamtfallprüfung mit dem von der KBV entwickelten, Java-basierenden Prüfmodul. Der Arzt hat – abhängig von der Ausgestaltung des KV-spezifischen DMP-Vertrages – drei Ausgabealternativen: Er kann die Dokumentationsbögen entweder mit GDI-(Graphic-Device-Interface-)Druckern auf Blankopapier ausdrucken (hierfür ist keine Genehmigung von der KV erforderlich, weil sie unabhängig von der Blankoformularbedruckung der KBV ist), diese per D2D im Einzel- und/oder Stapelversand übertragen oder auf Diskette speichern. Beim Einsatz von D2D als Kommunikationsweg entfallen Disketten- und Portokosten. Der erneute Versand bei Nichtlesbarkeit von Disketten ist nicht notwendig.
Der Einsatz der Datenfernübertragung im Rahmen der DMP ist sinnvoll, da diese einen kontinuierlichen Datenfluss zur Datenannahmestelle ermöglicht. Dies entspricht der Forderung der DMP-Verträge nach einer zeitnahen Dokumentation. EB
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