VARIA: Preise

Verleihungen

Dtsch Arztebl 2003; 100(40): A-2605 / B-2177 / C-2045

EB

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LNSLNS Doktorandenpreis – verliehen durch die Deutsche Lungenstiftung, gestiftet von der Firma Boehringer, Ingelheim. Der mit jeweils 1 250 Euro dotierte Preis wurde 2002 für zwei Arbeiten verliehen. Der Preis für die beste experimentelle Arbeit ging an Dr. Anke Lührmann, Medizinische Hochschule Hannover, für die Arbeit „Pulmonale Effekte auf das synthetisch hergestellte Lipopeptid 2S-MALP-2: In vivo und in vitro. Untersuchungen zur Charakterisierung der Leukozytenakkumu-lation in der Rattenlunge“. Der Preis für die beste klinische Arbeit ging an Dr. med. Henrik Watz, Universitätsklinikum Gießen, für die Arbeit „In vitro Morphologie und Densitometrie des Lungenemphysems in der hoch auflösenden Computertomographie und dreidimensionale Darstellung des Ductus alveolaris in der Mikro-Computertomographie“.

Lilly-Quality-of-Life-Preis – an Dr. Lutz Goldbeck, Leitender Psychologe in der Abteilung Kinder- und Jugendpsychiatrie/Psychotherapie (Ärztlicher Direktor: Prof. Dr. med. Jörg Fegert) der Universität Ulm, und an Dr. med. Tim Schmitz, Arzt an der Kinderklinik Schwabing der Technischen Universität München. Die Auszeichnung würdigt ihre gemeinsamen Forschungsarbeiten zur Lebensqualität von Jugendlichen und Erwachsenen mit Mukoviszidose.
Die Ulmer Wissenschaftler entwickelten eine Methode, mit der die Lebensqualität aus der Sicht der Patienten (nach Kriterien wie körperliches und seelisches Befinden, soziale Integration) erfasst und in die Therapieplanung durch den behandelnden Arzt einbezogen werden kann.

Felix-Wankel-Tierschutzforschungspreis – verliehen von einem Kuratorium, dem Vertreter der Felix-Wankel-Stiftung, von der Stiftung benannte Wissenschaftler und von der Tierärztlichen Fakultät bestellte Professoren angehören, an Dr. Klaus Cußler (46), Paul-Ehrlich-Institut in Langen, und an Professor Dr. Coenraad Hendriksen (52), RIVM (Rijksinstituut voor Volksgezondheid Milieu en Natur); Dotation: 15 000 Euro. Cußler und Hendriksen haben mit ihren Kollegen und Mitarbeitern maßgeblich dazu beigetragen, dass der Tierschutzgedanke und das so genannte „3-R-Konzept“ Eingang in den Bereich der Qualitätskontrolle von Impfstoffen gefunden haben.
Beide Preisträger haben mit ihren Arbeitsgruppen durch eigene wissenschaftliche Arbeiten wesentliche Voraussetzungen geschaffen, um Änderungen gesetzlich vorgeschriebener Tierversuche bewirken zu können. Diese Gesetzesänderungen haben deutliche tierschutzrelevante Verbesserungen erbracht.

Dr. Wolfgang Heilmann Preis – ausgeschrieben von der „Integrata-Stiftung für humane Nutzung der Informationstechnologie“ für das Jahr 2002, Dotation: 10 000 Euro, an Prof. Dr. med. Manfred Dietel und Dr. med. Peter Hufnagl. Die beiden Pathologen der Medizinischen Fakultät der Humboldt-Universität zu Berlin (Charité) wurden für den Aufbau des Telepathologiekonsultationszentrums (TPCC) der Weltkrebsgesellschaft (International Union contre le Cancer) ausgezeichnet. Das TPCC arbeitet seit Mitte 2000 mit Pathologen aus aller Welt zusammen.

Deutscher Wissenschaftspreis 2002 – verliehen von der Virtual Faculty of Medicine e.V., Dotation: 2 500 Euro, an Dr. med. Karim A. Gawad (40), Klinik für Unfall-, Hand- und Wiederherstellungschirurgie des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf, für seine Untersuchung, ob und inwieweit neue Medien zur Aus- und Weiterbildung von Ärzten beitragen können.

Initiativ-Preis – ausgeschrieben durch die Firma Bayer Vital GmbH, Köln, Dotation: 5 000 Euro, an Dr. med. Michael Böhmer und seine Warburger Diabetes-Initiative. Bayer Vital GmbH hat für die Weiterentwicklung der Diabetes-Therapie eigens einen Ascensia Elite-Initiativpreis gestiftet. Mit dem ersten elektrochemischen Blutzucker-Selbstmessgerät, dem heutigen Ascensia Elite XL, habe Bayer Vital bereits vor mehr als zehn Jahren die Diabetes-Therapie revolutioniert, heißt es in der Laudatio.

Wilhelm P. Winterstein-Preis – verliehen durch die Deutsche Herzstiftung e.V., Frankfurt/ Main, Dotation: 10 000 Euro, an Priv.-Doz. Dr. med. Heyder Omran und an Priv.-Doz. Dr. med. Torsten Sommer, Universitätsklinikum Bonn. Die beiden Oberärzte des Universitätsklinikums für Kardiologie und Radiologie hatten sich zusammen mit elf weiteren Wissenschaftlern mit dem Problem beschäftigt, ob eine bestimmte Herzkatheter-Prozedur, die so genannte retrograde Sondierung der Aortenklappe, mit einer erhöhten Emboliegefahr für die untersuchten Patienten verbunden sein könnte.

Medvantis-Preis – verliehen und gestiftet durch die Firma Medvantis Medical Services GmbH, Dotation: 65 000 Euro, an die Studiengruppe Hyda um Prof. Dr. med. Hans Ulrich Wittchen, in Würdigung eines wissenschaftlichen Themas aus dem Themenfeld „Disease-Management-Programme“. Der Titel der prämierten Arbeit: „Arterielle Hypertonie, Diabetes mellitus und assoziierte Erkrankungen in der Allgemeinpraxis. Größenordnung und Indikatoren der Belastung und der Versorgungsqualität (Hydra-Studie)“.

US-Friedenspreis 2003 – an Prof. Dr. med. Horst Eberhard Richter, Psychoanalytiker und Sozialphilosoph, em. Professor an der Universität Gießen, langjähriges aktives Mitglied der Internationalen Friedensärzte, in Würdigung seines Einsatzes für die Nuklearabrüstung.

Helmholtz-Preis – verliehen durch den Helmholtz-Fonds e.V., an Priv.-Doz. Dr. med. Dr. rer. nat. Wolfgang Rudolf Bauer, Leiter der Interdisziplinären Arbeitsgruppe „Kardiale Magnetresonanztomographie und Biophysik“ der Medizinischen Universitäts-Klinik Würzburg, in Würdigung der Arbeit mit dem Titel „Messung der Mikrozirkulationsparameter Intrakapillarvolumen, Kapillarrekrutierung und Durchblutung im Herzmuskel mittels NMR-Tomographie“. EB
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