ArchivDeutsches Ärzteblatt40/2003Autounfall: Insassen sind versichert

Versicherungen

Autounfall: Insassen sind versichert

Dtsch Arztebl 2003; 100(40): [59]

rco

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LNSLNS Bei einem selbst verschuldeten Autounfall sind mit Ausnahme des Fahrers alle Insassen durch die Haftpflichtversicherung des Halters geschützt. Dies gilt auch für Familienangehörige, die einen Personenschaden erleiden. Verschuldet also beispielsweise der Ehemann einen Unfall, bei dem die mitfahrende Ehefrau verletzt wird, erhält sie vom Haftpflichtversicherer des Autos Schadenersatz. Dies gilt auch dann, wenn die Ehepartnerin selbst Versicherungsnehmerin ist.
Vereinzelt melden verletzte Familienmitglieder ihre berechtigten Schadenersatzansprüche nicht bei ihrem Autoversicherer an und werden auch von ihren Rechtsanwälten gelegentlich nicht auf ihr Recht hingewiesen. Nachteile müssen die Unfallverursacher, also Ehemann oder Ehefrau, durch Meldung beim Versicherer nicht befürchten. Lediglich der Schadenfreiheitsrabatt geht – wie bei jeder Schadenregulierung durch die Autohaftpflichtversicherung – teilweise verloren.
Die Unfallopfer, ob Vater, Mutter oder Kinder, erhalten, wenn der Fahrer den Unfall verschuldet hat, vollen Ersatz für ihre Schäden (zum Beispiel Verdienstausfall, Pflegekosten, Unterhalt, Schmerzensgeld). Nur der Fahrer als Unfallverursacher hat keinen Schadenersatzanspruch gegen seine Autohaftpflichtversicherung. Er erhält nur Leistungen aus der Sozialversicherung oder aus einer privat abgeschlossenen Insassen- beziehungsweise allgemeinen Unfallversicherung. rco
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