ArchivDeutsches Ärzteblatt46/1996Patientenberatung: Stiftung Warentest

POLITIK: Aktuell

Patientenberatung: Stiftung Warentest

Dtsch Arztebl 1996; 93(46): A-2994 / B-2533 / C-2252

Maus, Josef

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LNSLNS Die Beratung und Aufklärung der Patienten wird nach Auffassung der Bundesregierung an Gewicht gewinnen. Vor allem im Hinblick auf den Wettbewerb der Krankenkassen und die damit verbundenen Differenzierungen bei den Satzungsleistungen sei dies erforderlich, heißt es in der Antwort des Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter­iums auf eine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen. Die Abgeordneten Monika Knoche und Matthias Berninger wollten wissen, ob es die Bundesregierung für notwendig halte, das Niveau der "Verbraucherberatungen" im Gesundheitswesen dem anderer Bereiche anzugleichen.
Das Seehofer-Ministerium hält grundsätzlich die Verbraucherzentralen mit ihrem Beratungsstellennetz für geeignet, "Verbraucherinformationen hinsichtlich der wirtschaftlichen Aspekte der Inanspruchnahme von Gesundheitsdienstleistungen" zu übernehmen. Für bundesweite und koordinierende Aufgaben käme auch die Stiftung Warentest in Frage.


Beratungsbedarf bei Hilfsmitteln
Einen erhöhten Aufklärungsbedarf sieht die Bundesregierung in den Leistungsbereichen der gesetzlichen Kran­ken­ver­siche­rung, "in denen der Versicherte die Auswahl zwischen verschiedenen Leistungserbringern mit erheblichen Preis- und Qualitätsunterschieden der dort angebotenen Güter und Dienstleistungen hat". Als Beispiel wird der Sektor der Hilfsmittel genannt.
Beratung und Aufklärung in bezug auf die medizinische Diagnostik und Therapie obliege hingegen der Ärzteschaft und ihren Organisationen. Daß sich daran in Zukunft etwas ändern solle, ist der Antwort der Bundesregierung nicht zu entnehmen. JM

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