ArchivDeutsches Ärzteblatt PP10/2003Ärztliche Psychotherapie: Sechs Euro pro Therapiestunde

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Ärztliche Psychotherapie: Sechs Euro pro Therapiestunde

PP 2, Ausgabe Oktober 2003, Seite 437

PB

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LNSLNS Abschaffung der „90-Prozent-Regelung“ gefordert

Für überfällig hält die Vereinigung psychotherapeutisch tätiger Kassenärzte (VPK) die Abschaffung der 90-Prozent-Regelung für ärztliche Psychotherapeuten. Nach einem Beschluss des Bewertungsausschusses erhalten Ärzte, die weniger als 90 Prozent genehmigungspflichtige psychotherapeutische Leistungen (Kapitel G IV, EBM) erbringen, dafür weniger als ausschließlich psychotherapeutisch tätige Ärzte oder Psychologische Psychotherapeuten. So habe die AOK im 1. Quartal 2003 im Bereich der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein einen Punktwert von 0,4311 Cent für G-IV-Leistungen ausgezahlt. „Das entspricht einem Stundenlohn von 6,25 Euro“, so der VPK-Vorsitzende Friedrich Neitscher. Dies habe in Nordrhein dazu geführt, dass die Zahl der Kurzzeitpsychotherapien in Nervenarztpraxen in den letzten drei Jahren um zwei Drittel abgenommen habe. „Verheerend“ seien die Auswirkungen auf die Versorgung schwer psychisch, aber auch körperlich kranker Patienten, die einer Behandlung bedürfen, die Psychotherapie und medikamentöse Behandlung kombiniert. PB
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