ArchivDeutsches Ärzteblatt PP10/2003Irak: Sorge um Sicherheit

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Irak: Sorge um Sicherheit

PP 2, Ausgabe Oktober 2003, Seite 438

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Hilfstransporte für Bedürftige werden angesichts der prekären Sicherheitslage immer schwieriger. Foto:ADH
Hilfstransporte für Bedürftige werden angesichts der prekären Sicherheitslage immer schwieriger. Foto:ADH
Hilfsorganisationen: Humanitäre Hilfe gefährdet
Die Aktion Deutschland Hilft (ADH) – ein Bündnis verschiedener Hilfsorganisationen – hat in Berlin vor den humanitären Folgen der unsicheren Lage im Irak gewarnt. In Bagdad und im Süden des Landes herrschten auf den Straßen Kriminalität und Terror. Übergriffe auf Helfer, Überfälle auf Medikamentendepots, der Raub von Fahrzeugen sowie die Einschüchterung der Bevölkerung seien an der Tagesordnung.
Nach Ansicht von Peter Willers von der Organisation Help, die im Irak Minen räumt, reichen die 150 000 dort stationierten US-Soldaten nicht aus, um in einem Land von der Größe Frankreichs für Sicherheit und Ordnung zu sorgen. Die schwierige Sicherheitslage beeinträchtige inzwischen massiv die humanitäre Arbeit für die unterversorgte Bevölkerung. So verzichteten die meisten Organisationen mittlerweile auf den Einsatz ihrer gekennzeichneten Fahrzeuge, kontrollierten die Helferteams laufend über Funk und reduzierten längere Fahrten und Transporte auf ein Minimum. „Bewegungen der Helfer bei Dunkelheit sind momentan aus Sicherheitsgründen nicht möglich“, so die ADH. Sie besteht jedoch trotz der schwierigen Sicherheitslage auf der Unabhängigkeit humanitärer Hilfe. Hilfseinsätze müssten ohne militärischen Begleitschutz durchgeführt werden. SL
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